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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. Oktober 2017 | 19:29 Uhr

Wedel : Zwei Millionen für Ökostrom-Erzeugung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Stadtwerke wollen verstärkt in erneuerbare Energien investieren

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2015 | 12:45 Uhr

Der Beschluss steht schon seit Jahren, allein die Möglichkeiten, ihn umzusetzen, waren bislang äußerst begrenzt: Wedels Stadtwerke wollen verstärkt im Bereich erneuerbare Energien investieren. Ein deutliches Votum der Politik soll dies nun ermöglichen: CDU, WSI und FDP haben bei Enthaltung von Grünen und Linken zwei Millionen Euro bewilligt, die es dem städtischen Versorger ermöglichen sollen, bei Wind- oder Solarparks in Deutschland einzusteigen.

Möglich werden soll dies über die Beteiligung an einer neuen Gesellschaft der Stadtwerke-Kooperation Trianel. Als kommunale Investitionsplattform für den Ausbau erneuerbarer Energien hat die Gesellschaft die Aufgabe, Onshore-Windparks oder Solar-Anlagen zu finanzieren. Binnen vier Jahren sollen geeignete Projekte gefunden werden mit dem Ziel, eine Eigenkapitalrendite von mehr als sechs Prozent zu erreichen. Ein Beschluss, der also nicht nur Zeichen in Sachen umweltschonende Energieerzeugung setzen, sondern dem kommunalen Unternehmen auch Gewinn bringen soll.

Das Votum, das der Rat am 17. September noch bestätigen muss, ist ein so genannter Vorratsbeschluss. Bedeutet: Die zwei Millionen Euro werden nicht auf einen Schlag fällig, sondern in Teilen – dann, wenn es um den Einkauf in konkrete Projekte geht. Ein schnelllebiger Markt, der kurzfristige Entscheidungen erfordert, die die Stadtwerke dann auf kurzem Weg treffen können, ohne den im Zweifel zu langen Umweg über die politischen Gremien.

Wie Grünen und Linke meldete die SPD Bedenken an. Ihr Argument: Zwei Millionen Euro werden auf den gesamten zulässigen Kreditrahmen der Stadt angerechnet, den zurzeit noch der Innenminister genehmigen muss. Für die Sozialdemokraten war dies der Grund, Nein zu sagen. SPD-Fraktionschefin Sophia Jacobs-Emeis verdeutlichte: Ihre Partei habe Bedenken, dass das Geld bei notwendigen Investitionen an anderer Stelle, etwa in Flüchtlingsunterkünfte, fehlen könnte.

 

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