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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 22:06 Uhr

Zwei Gutachten sind genug

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Sparkurs Analysen sollen Entscheidungshilfen sein / Fingerhakeln um Auftragsvergaben

Wenn mit der Sanierung oder dem Neubau des Amtshauses und einer Sanierung beziehungsweise einem Neubau der Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo) gleich zwei Millioneninvestitionen ins Haus stehen, müssen Kommunalpolitiker besonders genau aufs Geld sehen. Während der Sitzung des Schulverbands Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg (Gemsmo) am Montagabend gab es eine Debatte darüber, ob wirklich mehrere Bestandsanalysen geordert werden müssen.

Zehn Millionen Euro für ein Amtsrathaus und 16 Millionen für eine neue Schule – allein der Gedanke lässt manchen Kommunalpolitiker derzeit nicht schlafen. Das Thema Schulsanierung hatte lange Zeit in der Warteschleife gehangen. Nun machen Verbandsvorsteher Karl-Heinz Weinberg (CDU), der auch Moorreger Bürgermeister ist, und seine Kollegen Druck. Drei Architekten hatten in den vergangenen Wochen ihre Ideen zur Sanierung vorgestellt (unsere Zeitung berichtete). Ob ein Neubau notwendig ist oder das Gebäude auch saniert werden kann, darüber machen sich die Mitglieder weiterhin Gedanken. Denn eine Sanierung – neun Millionen Euro macht die Runde – würde mit etwa 60 Prozent der Neubaukosten zu Buche schlagen, so der Moorreger Vertreter Georg Plettenberg (CDU).

In der vorgeschalteten Sitzung des Finanz- und Bauausschusses des Schulverbands gab es ein hartes Ringen um die Vergabe einer Bestandsanalyse. Um später Geld sparen zu können, wollten Weinberg und Plettenberg alle drei Architekten damit beauftragen, Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) nur eins. „Drei Büros kosten drei Mal, hier schmeißen wir mit dem Geld nur so rum“, argumentierte er. Am Ende wurde in der Verbandsversammlung mit neun Ja-Stimmen bei vier Nein und einer Enthaltung beschlossen, zwei Büros zu beauftragen. Sie sollen aber einen Kostenvorschlag abgeben. Sollten die beiden Analysen zusammen mehr als 30  000 Euro kosten, erhält der günstigere Anbieter den Zuschlag.

Verabschiedet wurde Haseldorfs Ex-Bürgermeister Heinz Lüchau (CDU). Er hatte der Verbandsversammlung 30 Jahre lang angehört.

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