zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 06:19 Uhr

Zustimmung für Container an ASS

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport billigt Übergangslösung für überfüllte Grundschule / Endgültige Entscheidung am 22. Mai

450 Jungen und Mädchen sollen ab August in der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) unterrichtet werden. Die Tendenz der Schülerzahl steigt. An Räumen fehlt es. Vor allem, weil dieses Jahr besonders viele Kinder mit Förderbedarf eingeschult werden (wir berichteten). Deswegen lautet der Beschlussvorschlag der Verwaltung: zwei Klassenräume durch Container und mehr Personal an der ASS. Dem hat der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport mehrheitlich zugestimmt.

Die Wedeler CDU-Fraktion hatte eine abgeänderte Version des Beschlussvorschlags eingebracht. Damit wird die Verwaltung jetzt beauftragt, „zeitnah Maßnahmen vorzuschlagen, die geeignet sind, eine zukunftsorientierte, gleichgewichtige und bedarfsgerechte Auslastung der Kapazitäten an allen Wedeler Grundschulen gleichermaßen zu gewährleisten“.


90 Schüler mehr als geplant


Die CDU pochte zudem auf die Haushaltskonsolidierung, schlug 60 statt die vorgeschlagenen 86 Wochenstunden beim Personal für den Ganztagsbereich vor. Mechthild Akgün, Rektorin der ASS, verdeutlichte: Das Personal arbeitet bereits am Limit, Überstunden seien die Regel. „Wenn wir das System so weiterführen, dann ist es nicht weiter tragfähig“, gab auch Stadtjugendpflegerin Eike Binge zu Bedenken.

Vertreter der Grünen, der Linken sowie der SPD sprachen sich deutlicher als die CDU für die Container aus. Dezidiert als Übergangslösung. „Wir lassen ohne große Diskussion Parkplätze entstehen, wo Tagestouristen ihre Autos abstellen können. Hier geht es aber um Schulräume für kleine Kinder“, so Detlef Murphy von der Linken.

Ob auf lange Sicht das Schulgebäude der ASS erweitert werden muss, sei indes noch nicht absehbar. „Ich kann nicht sagen, wie es in drei Jahren aussieht“, so Akgün. Langfristig Schülerzahlen zu planen, gestaltet sich als schwierig: Die ehemalige Schulleitung der ASS ging 2009 noch von zurückgehenden Schülerzahlen aus. Man rechnete mit 360 Kindern und meldete daher keinen weiteren Raumbedarf an. Jetzt sind es 90 Kinder mehr. Auch die 370 Wochenstunden, die die Stadt für Personal für den Ganztagsbereich zur Verfügung stellt, sind dementsprechend gestaffelt und fünf Jahre alt. Akgün betonte: „Wir wollen die Schüler nicht nur verwahren, sondern ihnen gerecht werden.“

Die ASS ist außerdem eine DaZ (Deutsch als Zweitsprache)-Zentrum. Die Kinder lernen dort Deutsch, um am Unterricht teilnehmen zu können. Zum Teil haben sie keinerlei Deutsch-Vorkenntnisse. Einen DaZ-Raum gibt es nicht. Stattdessen werden die Kinder in der Mensa betreut. Aktuell sind es 18 Jungen und Mädchen, Platz ist eigentlich nur für zirka zehn, so Akgün. Doch damit könne die Rektorin sich nach eigener Aussage noch ein Schuljahr arrangieren. Worauf sie nicht verzichten kann: die Sechszügigkeit des neuen Jahrgangs. Und diese bedingt den Mehrbedarf an Räumen bereits zum kommenden Schuljahr. Am Donnerstag, 22. Mai, entscheidet der Rat über die Containerlösung an der ASS.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen