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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 06:08 Uhr

Kirchstieg : Zufahrt-Zoff und kein Ende

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Grüne mit neuer Munition gegen Höckner-Straße.

Im Zuwegungs-Streit um das Baugrundstück am Kirchstieg sind Wedels Grüne erneut in Alarmbereitschaft. Zwar hat die Stadt erklärt, dass die rechtliche Prüfung der Erschließungsfrage nach der notwendigen Vermessungskorrektur noch läuft. Wedel Grüne schließen jedoch aus dem öffentlichen Teil der Beantwortung ihrer Anfrage zum Thema: Die Verwaltung hält weiter an der Rudolf-Höckner-Straße als Zuwegung fest. Und damit möglicherweise an einer „unappetitlichen“ oder gar einer unmöglichen Lösung, so Grünen-Vizefraktionschef Olaf Wuttke am Tageblatt-Telefon.

Laut Anfrage-Antwort gibt es keine Gespräche mit den Johannitern über die Nutzung ihres Grundstücks zwecks Erschließung über den Kirchstieg selbst. Zudem sei von einer möglichen dritten Lösung – einer Trasse aus Richtung Bürgerpark, die Bürgermeister Niels Schmidt jüngst als mögliche Alternative im Tageblatt-Gespräch aufzeigte – keine Rede mehr, so Wuttke. Logische Konsequenz für den Grünen: „Die Verwaltung stützt sich ausschließlich auf die Rudolf-Höckner-Straße.“

Dies könne nur zweierlei bedeuten: Einigung mit den Grundbesitzern an der Engstelle – was sich bislang nicht abzeichnete. „Oder aber die Stadt will juristisch gegen Wedeler vorgehen, um sie zur Freigabe ihres Grundstücks für öffentlichen Verkehr zu zwingen“, so Wuttke. „Und gegen so ein Vorgehen würden wir schon im Vorweg alles unternehmen, um das zu unterbinden und gegebenenfalls die Anwohner unterstützen.“

Nach Informationen der Grünen gebe es zudem ein richterliches Urteil, das die Option Rudolf-Höckner-Straße generell infrage stelle, sagt Wuttke. Demnach sollen bereits kurz oberhalb des geplanten Durchstichs in die Marsch Straßen- und Parkplatzbau vor einigen Jahren untersagt worden sein. Wuttke: „Sollte dieses Urteil analog anwendbar sein, dann wäre dies ein weiteres Problem.“

Die Grünen jedenfalls stellen vor diesem Hintergrund einmal mehr klar: „Der Kirchstieg als Zuwegung ist die einzige Möglichkeit, die wir uns vorstellen können.“ Das wiederum müsse bedeuten, dass das Vergabeverfahren für das Grundstück nun doch neu aufgerollt werden müsse. So wie bereits im Dezember 2013 von der Planungsausschuss-Mehrheit gefordert, erinnert Wuttke. Ein Beschluss, den die Ratsmehrheit letztlich kassiert hatte. Auch dazu gab es jetzt erneut einen Anfrage-Punkt der Grünen. Antwort der Stadt: Sie sieht diese Notwendigkeit nicht.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 15:45 Uhr

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