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Raummangel in Wedel : Zu wenig Platz für Oberstufler

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Schüler der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule können die Oberstufe der Gebrüder-Humboldt-Schule besuchen. So vertraglich vor zwei Jahren geregelt. Nun melden sich immer mehr EBG-Schüler an der GHS an. Die neue Oberstufe müsse daher drei- statt zweizügig gestaltet werden. Laut Schulleiter Antonius Soest braucht es deswegen mehr Räume. Eine kurzfristige Lösung seien Container, angeschlossen an das Oberstufengebäude. Die Verwaltung wurde bereits beauftragt Kosten und Schülerzahlen zu prüfen.

Viel mehr Anmeldungen zur Oberstufe, als die Räumlichkeiten in der Gebrüder-Humboldt-Gemeinschaftsschule (GHS) es erlauben: Keine guten Nachrichten von Schulleiter Antonius Soest am Mittwochabend im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport. Noch dazu welche, die am Kooperationsvertrag zwischen den beiden Wedeler Gemeinschaftsschulen rütteln. Zwar wolle er allen Schülern eine Chance geben. Aber nicht zu Lasten der Qualität des Unterrichts, sagte Soest in aller Deutlichkeit.

Ulrike Quadfasel, Leiterin der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule erläuterte, wieviele ihrer Schüler an weiterführende Schulen können – und wollen: rund die Hälfte der 65 Zehntklässler. Gut 20 von ihnen hätten sich für die GHS entschieden.

Hintergrund: An der EBG wird bis zur zehnten Klasse unterrichtet. Der Oberstufenzugang an der GHS ist seit Anfang 2012 vertraglich gesichert – eigentlich. Er verspricht, dass die GHS „bei gleichem Leistungsstand die gleiche Zugangsberechtigung für Schüler beider Schulen in die Oberstufe gewährt.“ Jetzt scheint es, als könne dieser Kooperationsvertrag bereits nach zwei Jahren nicht eingehalten werden.

Einzige Möglichkeit laut Soest: Es werden mehr Räume in der Schule geschaffen. 92 Anmeldungen gebe es aktuell. 57 Zusagen seien erteilt. Von der EBG hätten sich 21 Schüler an der GHS beworben. 13 von ihnen seien bereits angenommen, jene mit einer Note von mindestens 2,3 in den Hauptfächern. Acht stünden noch auf der Warteliste.

Soest betont: „Die Schüler der EBG haben Vorrang.“ Allerdings sei die Zahl der Anmeldungen von der Gemeinschaftsschule im Tinsdaler Weg gestiegen. Dieses Jahr hat sich bisher keiner der EBG-Zehntklässler am Johann-Rist-Gymnasium (JRG) angemeldet. Quadfasel vermutet: „Die Schüler fühlen sich an einer Gemeinschaftsschule besser aufgehoben.“ G 8 verunsichere die Schüler. Dabei war auch ein Übergang an das Gymnasium ursprünglich mitgedacht, so Soest. Das war vor dem Bau des Oberstufengebäudes der GHS. „Das Gebäude ist auf zweizügige Klassenstufen ausgerichtet“, sagt Soest. Hinzu komme: „Es gibt immer mehr leistungsstarke Schüler.“

Soests Lösungsansatz: Zirka 75 Oberstufen-Schüler werden in drei Klassen aufgenommen. Machbar sei das kurzfristig nur durch Container, angeschlossen an das Oberstufengebäude der Schule. Damit wäre dann auch der Kooperationsvertrag zu erfüllen.

Einzige aktuelle Ausweichmöglichkeit für eine weitere Klasse wäre ein Computerraum in der GHS. Er wird seit fünf Jahren als PC-Raum genutzt und soll den Schülern erhalten bleiben. Bereits im Ausschuss stellte Soest klar: „Bevor ich schlechten Unterricht mache, nehme ich die Schüler hier nicht auf.“ Er hofft nun auf Unterstützung seitens der Stadt. Ansonsten sehe er auch die bereits zugesagten Oberstufen-Plätze in Gefahr.

Der Ausschuss beauftragte daher die Verwaltung, Schülerzahlen und Kosten einer Container- sowie Dauerlösung zu prüfen. „Es hängt davon ab, ob es auch politischer Wille ist“, sagt Burkhard Springer vom Fachdienst für Bildung, Kultur und Sport. Das entscheidet sich bei der nächsten Sitzung am 26. März.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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