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Wittburg-Vertraute kritisiert Grüne : Zoff um Wahlkampf-Unterstützung für Bürgermeister Schmidt durch Valerie Wilms

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms warb in einem Video für die Initiative „Wedeler für Schmidt“.

Wedel | Die parteilose Bürgermeisterkandidatin Claudia Wittburg hatte die Einladung zur Jahreshauptversammlung der Grünen bewusst ausgeschlagen. Dafür sprach Nadine Mai, Vorsitzende der Kreiselternvertretung, Mitglied der Grünen und nach eigener Aussage Wittburgs „Vertrauensperson während des Wahlkampfs“: „Der Grund, warum sie heute nicht hier ist, ist die Tatsache, dass ihr die Unterstützung der Grünen gefehlt hat.“

Vor allem ein Video der Grünen Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms für die Initiative „Wedeler für Schmidt“ habe laut Mai bei Wittburg für Verärgerung gesorgt. Wilms hatte sich darin für Amtsinhaber Niels Schmidt (parteilos) ausgesprochen: „Er geht mit den Fraktionen vernünftig um. Er hat uns eingebunden. Wir bekamen immer Detailinformationen, wenn wir sie verlangt haben, man muss auch hingehen und nicht nur auf Krawall gebürstet sein.“

„Sie hat sich klar für den Bürgermeister ausgesprochen und das Wort Krawall benutzt“, kritisierte Mai. Unterstützung bekam sie von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Rat, Petra Kärgel: „Valerie ist Bundestagsabgeordnete und hat in ihrer Funktion gesprochen. Es sieht aus, als ob die Grünen hinter Herrn Schmidt stehen. Das tun sie in vielen Dingen definitiv nicht.“

Mai fragte kritisch: „In wie fern wollen die Grünen überhaupt junge engagierte Menschen – vor allem Frauen – haben?“ Sie habe die Wahrnehmung, dass in der Partei viel darüber diskutiert werde, man am Ende aber einen Rückzieher mache.

„Die Grünen als Partei haben nicht den Wunsch gehabt, einen Kandidaten zu unterstützen. Das wäre sonst über die Mitgliederversammlung gelaufen“, sagte Fraktionsvorsitzender Olaf Wuttke und kritisierte den aus seiner Sicht unpassenden „Nachklapp“: „Ich will nicht, dass die Partei nur noch ein Thema hat. Kinder und Eltern.“ Mai versuchte den Fraktionsvorsitzenden zu beruhigen: „Ich will keinen Zwist sähen. Sie war eine Newcomerin, und dass sie nicht alle unterstützt haben, ist klar.“ Wuttke legte aber noch mal nach: „Wenn jemand nachher beleidigt ist, soll er sich an die eigene politische Nase fassen.“

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erstellt am 11.Mär.2016 | 14:00 Uhr

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