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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 20:43 Uhr

Zauber und Romantik

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kirchturmgeburtstag Mehr als 500 Gäste haben am Wochenende das Jubiläum des hölzernen Glockenturms der Haselauer St. Gabrielkirche gefeiert. Höhepunkte waren eine spektakuläre Licht- und Klangschau der Pinneberger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn in Zusammenarbeit mit der Uetersener Firma Sievers, der Auftritt der Gospelwerkstatt unter Leitung von Kantor Michael Horn-Antoni und die Präsentation von altem Handwerk des Vereins Historische Sammlung Haselau. Ein Bummel über den Kunsthandwerkermarkt, den die Organisatoren an der Kirche aufgebaut hatten, und eine Auszeit im Gartencafé der ehrenamtlichen Helferinnen des DRK-Ortsvereins rundeten die Geburtstagsfeier ab.

Was für ein rauschendes Fest zu Ehren des 150 Jahre alten Kirchturmes der Heilig-Dreikönigskirche an der Dorfstraße 18 in Haselau: Mehr als 500 Gäste feierten am Wochenende den hölzernen Glockenturm der 765 Jahre alten Kirche, der im Jahr 1862 von einem Blitzschlag zertrümmert worden war und 1866 von der damaligen Haselauer Kirchengemeinde auf einem Backsteinsockel wieder errichtet wurde.

Die Festlichkeiten rund um das Geburtstagskind begannen am Sonnabend mit einem mitreißenden Konzert der Gospelwerkstatt Haselau unter der Leitung des Kirchenmusikers Michael Horn-Antoni im Inneren der Kirche. Mehr als 120 Gäste ließen sich von der Dynamik des Chors verzaubern und sangen einige Gospels auch mit. Viel Beifall gab es für die junge Fenja Sommer, die das Solo von „He Ain’t Heavy“ sang, dazu Gitarre spielte und von Klavier und vom Chor begleitet wurde.

Nach dem Konzert lud Pastor Andreas Petersen zu einem Umtrunk ein und bat die Besucher mit Kerzen in den Händen nach draußen. Vor der Kirche hatten inzwischen die Lichtkünstlerin Gisela Meyer-Hahn aus Pinneberg mit ihren Helfern große LED-Scheinwerfer aufgestellt, ebenso wie Bernd Sievers aus Uetersen seine riesige Lautsprecher-Anlage.

Was dann folgte, war für die Zuschauer ein einmaliges visuelles-und musikalisches Erlebnis. Andächtig standen sie vor dem 14 Meter hohen Kirchturm, der über die weite Marschlandschaft abwechselnd in Lila, Rosé, Blau, Grün sowie in allen Regenbogenfarben gleichzeitig leuchtete.


Festliche Musik zur Illumination


Dazu erklangen wie von Zauberhand berührende Orgel- und Glockenklänge aus dem Inneren der Kirche. Horn-Antoni spielte alte Lieder auf der Orgel und hatte dazu ein Carillon – ein Glockenspiel – arrangiert. Das „Turm-Leuchten“ wurde weiterhin in seiner Romantik von festlicher Musik mit Sinfonien von Felix Mendelsson und Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“ unterstrichen. Am Ende sangen alle gemeinsam im Kerzenschein „Der Mond ist aufgegangen“.

Am Sonntag ging die Geburtstags-Turmfeier ebenso breit gefächert weiter, dann stand das bunte Treiben verschiedener Akteure rund um die Kirche im Vordergrund. Auf dem Handwerkermarkt etwa konnten Kinder bei Kai Fülscher Amulette in Schiefer schlagen, bei Jürgen Wulff Kreuze mit Verzierungen schreinern und sich bei Zimmermeister Otto Plump mit Holzarbeit beschäftigen.

Das Museum der historischen Sammler öffnete die Reeperbahn und Klaus Schwerin baute mit Kindern kleine Holzkirchen. Für Kaffee und selbst gemachten Kuchen sorgten die DRK-Frauen. Für das weitere leibliche Wohl gab es Kirchwein und Sekt, Flammkuchen und Eis.

Auf der Kulturbühne vor der Kirche begeisterten Michael Schröder und Kristina Ansorge-Kroidl mit Liedern aus der Zeit um 1866, Fenja Sommer sang zur Gitarre, Gerd Richert und die jungen Platten vertellten op Platt. Innen in der Kirche sangen die Kantorei Haselau, der Elbkinderchor, Elke Andiel und die Haseldorfer Liedertafel. Eine besondere Attraktion der rundum gelungenen Geburtstagsfeier waren die Kirchturm-Besichtigungen, die alle 20 Minuten stattfanden. Pastor Andreas Petersen dankte am Ende herzlich allen Mitorganisatoren und Mitgestaltern des Festes.



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