Wohnbau im Herzen Holms

Auf dem Platz, an dem heute noch das alte Bauernhaus steht, soll dieses etwas gleichgroße Gebäude entstehen. Es sieht dem Altbau ähnlich.
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Auf dem Platz, an dem heute noch das alte Bauernhaus steht, soll dieses etwas gleichgroße Gebäude entstehen. Es sieht dem Altbau ähnlich.

Mitten im Zenturm sollen etwa 28 Wohnungen zur Vermietung und zwei Doppelhäuser entstehen

shz.de von
10. November 2018, 16:00 Uhr

Die Gemeinde Holm wächst und wächst. Das Areal an der Hauptstraße am Ortsausgang in Richtung Heist ist kaum erschlossen, da steht schon das nächste Groß-Projekt an. Die Rehder Wohnungsbau GmbH will auf dem Grundstück am Kreisel Ecke Hauptstraße / Schulstraße gegenüber dem Dorfplatz etwa 28 Wohnungen und zwei Doppelhäuser bauen. Auf Einladung von Bürgermeister Uwe Hüttner (CDU) stellten Joachim Rehder (Foto, oben) und sein Sohn StephanRehder (Foto, unten) ihre Ideen im Dörpshus etwa 50 Kommunalpolitikern und Bürgern vor.

Auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofs Kleinwort, in dessen Scheune noch bis vor kurzem eine private stattliche Sammlung von bäuerlichen Gerätschaften untergebracht war, sollen etwa 28 Wohnungen und zwei Doppelhäuser entstehen. Während ein erster Entwurf von den Gemeindevertretern abgelehnt worden war, signalisierten sie nun Zustimmung.

Die seniorengerechten Wohnungen sind in drei Häusern untergebracht. Es sollen etwa acht Zweizimmer-Wohnungen mit 50 bis 60 Quadratmetern entstehen, etwa 16 Dreizimmer-Wohnungen mit etwa 75 bis 90 Quadratmetern und vier Vierzimmerwohnungen in einer Größe von etwa 90 bis 100 Quadratmetern.

Joachim Rehder lebt seit 35 Jahren in Holm und fühlt sich seiner Gemeinde verpflichtet. Deshalb hatte er das alte Bauernhaus von 1893 zur Schenkung angeboten, verbunden mit der Auflage, es zu sanierten und zu einem öffentlichen Raum zu machen. Hüttner ließ das Angebot prüfen. „So schön es aussieht, wenn wir es herrichten: Mit all den damit verbundenen Auflagen stehen plötzlich zwei Millionen Euro im Raum“, sagte der Bürgermeister. Zu viel für die Gemeinde. Nun also die Abrisbirne.

Dennoch soll nach dem Willen der Investoren ein Schmuckstück entstehen. „Mein Vater hat eine große Nähe zu der Gemeinde. Wenn wir bauen, dann sehr schön“, sagte Stephan Rehder. So sollen die Klinker des Gehöfts bei einem Neubau in etwa gleicher Größe, in dem neben Wohnungen möglicherweise auch die Apotheke unterkommen könnte, verwendet werden.

Aber es gab auch kritische Töne. Asko Witthuhn beklagte nicht nur die hohen Mietkosten – bei 70 Quadratmetern kämen bei etwa 700 Euro Miete und Nebenkosten schnell 1000 Euro zusammen. Witthuhn: „Das werden sich viele Holmer nicht leisten könnten.“ Zudem gebe es etwa 50 zusätzliche Autos. Geplant sind eine große Tiefgarage und Außenstellplätze für 40 Fahrzeuge.

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