Morrege : Wohltätigkeitsturnier als Volksfest

Die Zuschauer genossen entspannt vom Rand aus die heißen Kicker-Duelle beim Fußballfest für den guten Zweck.
Die Zuschauer genossen entspannt vom Rand aus die heißen Kicker-Duelle beim Fußballfest für den guten Zweck.

Der Förderkreis des Moorreger Fußballs feierte sein 25-jähriges Bestehen mit 120 Kickern und hunderten Gästen An’n Himmelsbar.

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09. Juni 2015, 14:30 Uhr

Morrege | Seit 1992 ruft der Förderkreis des Moorreger Fußballs Freizeitkicker aus dem gesamten Kreis Pinneberg zu seinem „vergnüglichen Fußballturnier“ ins Stadion am Himmelsbarg. Ein regelrechtes Volksfest ist daraus mit der Zeit geworden. In diesem Jahr war es zugleich eine Geburtstagsparty, denn der Kreis der Förderer wird 25. Hunderte kamen zur Fußballfete, spornten die 20 Mannschaften an – zumeist Firmenkicker, die auf drei Feldern ihrem Lieblingssport frönten – und hatten viel Spaß dabei. „LifeStyle Fitness“ sicherte sich im Endspiel gegen „Vosschemie“ mit 1:0 den Turniersieg.

Spiel und Spaß für einen guten Zweck: Denn der Förderverein setzt sich vor allem für den Nachwuchs ein, kauft Material, ermöglicht Ausfahren und springt mit Zuschüssen für die Trainer ein. Die nächste große Ausgabe steht schon im nächsten Monat an, bis zu 800 Euro für den Bus, damit die Jugendlichen ins Zeltlager Neukirchen fahren können.

Wenn es um ihr jährliches Wohltätigkeitsturnier geht, dann packen die Leute vom Förderkreis auch kräftig an. Werner Mohr, sechs Jahre lang Vereinspräsident, ehe er das Zepter im Januar an Erdmann Korgoll abgab, empfand den Aufbau der Bewirtungszelte wegen der großen Hitze in diesem Jahr als besonders beschwerlich. Am Turniertag selbst herrschten aber wieder angenehmere Temperaturen.

Sein Amtsnachfolger Korgoll freute sich darüber, auch eine Damenmannschaft auf dem Platz zu haben. Schon zum zweiten Mal kickten sie mit, die „Stielschrubber“ aus Moorrege und Umgebung. In ihrem Tor stand allerdings Jan Rose seinen Mann. Das sei mal so eine Schnapsidee gewesen, ihn ins Team zu holen, erinnerte er sich. Das Team hatte sportlich gesehen Fortuna nicht an seiner Seite, landete auf Platz 19.

Gebolzt wurde auch neben den offiziellen Spielstätten. Cagan (8) und Bulut (7) trugen da ihr kleines eigenes Match aus und ließen großzügig auch Schwesterchen Yagmur (2) an den Ball. Brigitte Grabsch vom Förderkreis stellte daneben mit lautstarker Werbung sicher, dass die Tombola-Lose unters Volk kamen. Rund 300 Preise machten ihr die Arbeit leicht. Zahlreiche Sponsoren, sowohl Firmen als auch private Haushalte, hatten die große Auswahl gestiftet. Lennard (9) schleppte einen Elektrogrill davon.

Auch die Gemeinde ließ sich nicht lumpen und stellte die Sportanlagen kostenlos zur Verfügung, wie Vereinschef Korgoll dankbar anmerkte. Genüsslich an der Zigarre saugend machte Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) einen Rundgang und zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement des Förderkreises.

Nicht zuletzt griffen die Väter und Mütter der geförderten Jugend dem Turnier mit viel Elan unter die Arme. Zum ersten Mal hatten sie eine eigene Mannschaft aufgestellt, die „Spielereltern“, auch „Montagskicker“ genannt, denn sie treffen sich an jedem Montag und kicken dann nach Lust und Laune von 20 bis 22 Uhr im sogenannten „Käfig“ am Himmelsbarg. „Das ist ganz locker. Wer Lust dazu hat, soll einfach mal reingucken“, warb Evelyn Franke, selbst Mutter von drei Fußballerkindern.

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