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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 19:40 Uhr

Wedel : Wohin mit Flüchtlingen in Wedel?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Notunterkünfte: Zweiter Anlauf für die Standortfrage.

Wedel | Eines steht fest: Wedel braucht neue Notunterkünfte, um auch künftig Flüchtlinge unterbringen zu können. Auch darüber, dass feste Häuser gebaut werden soll, die gegebenenfalls später anderweitig genutzt werden können, herrscht Einigkeit. Nicht dagegen, wo diese Bauten entstehen sollen. Das soll die Politik nun in einem zweiten Anlauf klären.

Vor der jüngsten Ratssitzung schien noch alles in trockenen Tüchern: Klares Votum aus zwei Gremien für den Standort Ecke Feldstraße/Rudolf-Breitscheid-Straße. Einzig die CDU votierte dagegen. Im Rat schließlich hatte sie auch die WSI an ihrer Seite – genug, um gegen Grüne, SPD, FDP und Linke diesen Standort zu blockieren. Man sehe noch dringenden Klärungsbedarf, was diesen wie auch die übrigen potenziellen Standorte angehe, so der Tenor bei CDU und WSI. Die neue Vorlage der Verwaltung dürfte dem Genüge tun.

Alle sieben Optionen sind noch einmal beleuchtet. Zudem wird klargestellt: Förderung vom Land bekäme Wedel nur in Form eines Darlehens, nicht als Zuschuss. Und auch das würde einiges an Auflagen mitbringen, was die Größe der jeweiligen Bauten und Wohneinheiten angeht, heißt es verwaltungsseits.

Laut aktueller Standortanalyse ist einzig an der Ecke Feldstraße/Breitscheid-Straße ein sofortiger Baubeginn im großen Stil möglich. Der B-Plan lasse Zweigeschossigkeit zu, rund 30 Wohneinheiten könnten damit dort entstehen. Ebenfalls 30 Wohneinheiten wären am Steinberg 8 neben der Sporthalle zu realisieren, wenn zweigeschossig gebaut werden sollte. Dort müsste allerdings laut Analyse zunächst der B-Plan geändert werden. Dauer: mindestens sechs Monate.

Prognose: Schon Ende 2015 fehlen 30 Plätze

Ebenfalls erst nach B-Plan-Änderung könnte auf dem Parkplatz Heinestraße gebaut werden. Dort könnten mangels ausreichender Fläche auch bei zweigeschossiger Bauweise allerdings maximal 16 Wohnungen entstehen. Am Bullenseedamm 1a könnte sofort mit einem Acht-Wohneinheiten-Bau begonnen werden. Ein zusätzliches Haus mit doppelter Kapazität könnte aufgrund bestehender Pachtverhältnisse erst 2016 in Angriff genommen werden. Letzteres gilt auch für das Grundstück Pinneberger Straße 230, so dann allerdings lediglich acht Wohnungen geschaffen werden könnten. Ebenfalls nur acht Wohnungen ließen sich im Tinsdaler Weg 38 neben der Barlach-Schule realisieren – allerdings sofort. Schließlich das Areal Hasenknick/Moorweg: Das ist als Waldfläche ausgewiesen. Ob und gegebenenfalls wann einem Umwandlungsantrag stattgegeben würde, sei ungewiss.

1,4 Millionen Euro hat die Stadt für zwei Neubauten veranschlagt. Und sie macht deutlich: Die Zeit drängt. Zwei Monate seien durch die Verschiebung der Standortfrage verloren gegangen. Und das, wo die Bauzeit mehr als ein Jahr betrage. Laut Prognosen müsse Wedel jedoch bereits Ende 2015 mit zusätzlichem Platzbedarf für mindestens 30 Personen rechnen. Planungs- und Sozialausschuss tagen am 4. November zu diesem Thema.

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erstellt am 01.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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