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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 05:25 Uhr

Der Balack-Weg : Wird jetzt doch gepflastert?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jugendbeirat fordert Befestigung als Maßnahme der Schulwegsicherung. Ausbaupläne 2012 überraschend abgelehnt.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 14:00 Uhr

Wedel | Pflasterung des Jörg-Balack-Wegs: Wedels Jugendbeirat macht sich stark für die Verbesserung von Schulwegverbindungen und holt dafür ein Top-Thema der Radwegekonzepts aus der Schublade auf die Tische der Politik.

Für den Bauausschuss am Donnerstag, 4. Februar, ab 18 Uhr im Rathaus steht nicht nur ein Antrag für die Befestigung des Teilstücks zwischen Mühlen- und Riststraße auf der Tagesordnung. Sie enthält auch den Beschlussvorschlag zur Umsetzung der Maßnahme aus dem Jahr 2012. Und weckt damit Erinnerungen. Seinerzeit war das Vorhaben überraschend abgelehnt worden.

Rückblick. Es war Spätsommer 2011, als die Fraktionen einstimmig die Balack-Weg-Befestigung auf Platz zwei der Prioritätenliste setzten, die aus den Vorschlägen des runden Tischs Mühlenstraße zur Verbesserung des Radverkehrs in der Stadt resultierte. Im April 2012 kam folglich besagte Beschlussvorlage in den Bauausschuss. Ein Selbstgänger, konnte man meinen – doch weit gefehlt. Kurz vor der Sitzung hatten Anwohner der Riststraße und andere Bürger sich öffentlich gegen die Baumaßnahme gestellt. Ihre Argumente: Der Bau sei Geldverschwendung und führe zu erhöhten Unfallgefahren aufgrund des teilweise starken Gefälles.

Hohes Unfallpotenzial

Zudem würden Reinigung und Winterdienst Folgekosten verursachen. Konsequenz: Bei Stimmenthaltung der SPD votierten die Parteien gegen den Ausbau. Eine Ablehnung, die unter anderem der ADFC seinerzeit scharf kritisierte.

Jetzt also ein neuer Anlauf von den Interessenvertretern derer, die den Weg am Mühlenteich täglich passieren. „Der Radweg wird häufig von Schülern genutzt“, heißt es in der Antragsbegründung des Jugendbeirats. Und: „Es gibt keine dauerhaft nutzbare Alternative von der Bahnhofstraße zur Altstadt.“ Die aktuelle Situation bewertet der Beirat als mangelhaft. „Nach Regen ist der Weg mehrere Tage nicht wirklich benutzbar.“ Anders als 2012 die Einschätzung der Gegner, sehen die Jugendlichen gerade im nicht befestigten Zustand ein hohes Unfallpotenzial: „Die Rinnen stellen eine ernsthafte Gefahr dar“. Viele Radfahrer hätten sich bereits verletzt.

Weitere Begründungen sollen in der Sitzung mündlich kommen, so die Beirat-Mitglieder Raphael Ahlemann, Lucas Harder und Christian Koch in dem Antrag, der auch einen Zeithorizont aufzeigt: Sollte die Befestigung nicht aus Mitteln des Haushalts 2016 realisiert werden können, soll die Politik die Verwaltung auffordern, Geld für den kommenden Etat zur Verfügung zu stellen. Insgesamt 95.000 Euro hatte das Bauamt 2012 für eine Befestigung mit dem genannten Hamburger Radwegpflaster – quadratische Betonsteine – veranschlagt.

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