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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 18:23 Uhr

Wedel : Wird das Park & Ride abgeschafft?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kein Tagesticket: Mit der Parkscheinpflicht sind 24 Stellflächen für Pendler weggefallen. Stadt prüft Gebühren auch für restliche Anlage.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 14:00 Uhr

Wedel | Auto stehenlassen und mit der S-Bahn zur Arbeit nach Hamburg: Dafür stand jahrelang Wedels S-Bahnhof, frequentiert von zahlreichen Pendlern. Der klassische Park & Ride-Gedanke – ist er in der Rolandstadt bald Geschichte? Fakt ist: Mit Einführung der Parkraumbewirtschaftung sind 24 Pendler-Parkplätze verschwunden. Für die ebenerdigen Stellflächen gilt seit Montag vergangener Woche nicht allein eine Gebührenpflicht. Die Höchstparkdauer ist auch auf 3,5 Stunden begrenzt. Tagesticket? Fehlanzeige.

Doch damit nicht genug. Laut Beschlusslage zur Einführung der Parkraumbewirtschaftung soll auch die gesamte eigentliche P&R-Anlage in der Bahnhof-Tiefgarage mit ihren 163 Plätzen auf den Prüfstand kommen – und gegebenenfalls in einem weiteren Schritt in die Parkschein-Pflicht aufgenommen werden. Folgt Wedel auch dort dem ebenerdig eingeschlagenen Weg, dann ist der Bahnhof für Pendler und viele andere Bahnreisende, die vom Auto umsteigen wollen oder müssen, endgültig passé.

Soll das so sein? Nachgefragt bei Ralf Waßmann, Fachbereichsleiter Bürgerservice. Der sagt: Der ursprüngliche Gedanke sei gewesen, dort die Gebührenpflicht einzuführen, wo eine Parkscheibenregelung galt. Im gleichen Zuge sollte die Höchstparkdauer nach oben gesetzt werden. Am Bahnhof hat das ganz offenkundig nicht geklappt.

Angela Hans von der städtischen Verkehrsaufsicht erklärt dazu: Die Stadt habe vor einigen Jahren die 24 Plätze direkt am Mühlenteich bewusst aus der Parkscheibenregelung rausgenommen und dem P & R-Kontingent zugeschlagen, weil die Tiefgarage regelmäßig voll gewesen sei. In ersten Planungen der Bewirtschaftung sei denn auch keine Kostenpflicht für jene 24 Stellflächen ohne zeitliche Begrenzung vorgesehen gewesen.

Im Zuge der politischen Diskussion um Parkscheinzonen seien sie aber schließlich doch mit aufgenommen worden. Auch mit Blick auf die Einführung einer Gebühr für P&R-Plätze in Hamburg, so Hans. Was jetzt mit Hilfe der Automaten umgesetzt wurde, entspreche der Beschlusslage des Rats. Sollte nun auch die P&R-Tiefgarage bewirtschaftet werden, so werde die Verwaltung Tagestickets vorschlagen, sagt Hans.

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