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In der kalten Jahreszeit : Winterschlaf für Wedels Schiffe

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Noch bis Mitte November werden 1300 Boote im Yachthafen per Kran aus dem Wasser geholt und für die kalte Jahreszeit eingelagert.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Wenn die Tage kürzer werden und das Laub sich verfärbt beginnt für Holger Kwiatkowski eine der beiden arbeitsreichsten Zeiten im Jahr. Der Hafenmeister im Hamburger Yachthafen in Wedel ist zusammen mit seinen Kollegen dafür zuständig, alle Schiffe auf den Winter vorzubereiten. Im Wasser können sie nicht bleiben. „Es besteht immer die Gefahr, dass das Hafenbecken zufriert“, sagt Kwiatkowski.

Für die drei Hafenmeister und ihre Helfer bedeutet das jeden Herbst Schwerstarbeit. 1300 Schiffe werden einzeln mit dem Kran aus dem Wasser gehoben auf einen Anhänger gehoben, an Land gefahren, gereinigt und dann in der Halle oder draußen für den Winter eingelagert.

„Wir arbeiten zehn Stunden täglich“, sagt Kwiatkowski: „Von Mitte September bis Mitte November“. Das Team packt sieben Tage die Woche an, Schichtbetrieb gibt es nicht. Täglich machen sie etwa 25 Schiffe winterfest. Schlechtes Wetter ist keine Ausrede. Auch bei strömendem Regen wird der Kran bedient, denn die Zeit ist knapp. Kwiatkowski: „Nur bei starkem Wind arbeiten wir aus Sicherheitsgründen nicht.“

750 Schiffe im Hafenbecken gehören Mitgliedern der Vereine. Diese vereinbaren Einzeltermine, an denen ihr Boot an Land gebracht wird. „Wir machen nichts, ohne dass die Besitzer dabei sind.“, so der Hafenmeister. Nicht-Mitglieder können ihre Schiffe ebenfalls an Land bringen lassen. „Die müssen sich dann aber anstellen, wie an einer englischen Bushaltestelle“, sagt Kwiatkowski lachend.

Viele Bootsbesitzer nutzen den Hafen in Wedel als günstigen Ausgangspunkt, um die Elbe hoch in die Nordsee oder über den Kanal in die Ostsee zu segeln. Die neue Saison beginnt Mitte März. Bis Mitte Mai legen Kwiatkowski und seine Kollegen dann wieder los und lassen die Boote einzeln ins Wasser. „Das ist dann der gleiche Aufwand – nur Umgekehrt.“

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