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Aus der Höhe in die Marsch : Wim Nieuwenhuijs ist neuer Ranger im Haseldorfer Elbmarschenhaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wim Nieuwenhuijs war Industriekletterer und ist nun der neue Ranger im Haseldorfer Elbmarschenhaus.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 17:00 Uhr

Haseldorf | Wim Nieuwenhuijs will nicht mehr hoch hinaus. Der neue Ranger im Haseldorfer Elbmarschenhaus hat zwar seine Zeit als Industriekletterer genossen, nun aber wird er statt Silos, Windräder und Hochhausfassaden höchstens mal einen Baum erklimmen. Der 43-Jährige ist der Nachfolger für Malte Göpel, der zwölf Jahre lang beim Elbmarschenhaus tätig war und nun nach Mölln gewechselt ist.

Nieuwenhuijs ist in Hamburg geboren und in Elmshorn aufgewachsen. Nach dem Abitur an der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule (KGSE), hat er seinen Zivildienst auf einer Jugendburg im Lahntal abgeleistet. Dann zog es ihn in die Natur, er machte eine Lehre zum Garten- und Landschaftsbauer bei der Rellinger Firma Borgmann. Während der Ausbildung kam er mit der Baumpflege in Berührung – und sie entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die bis heute anhält. Mächtige Exemplare eroberte er mit der Seilkletter-Technik. Von da an war das Interesse an großen Höhen geweckt, Nieuwenhuijs war in Sachen Fassadensanierung an den Hochhäusern in Hamburg-Osdorf, Mümmelmannsberg und Steilshoop unterwegs.

Mit Ende 30 entschied sich Nieuwenhuijs zu einem Fachhochschul-Studium, das er mit dem Bachelor in Landschaftsnutzung und Naturschutz abschloss. Danach stieg er wieder als Gärtner und Industriekletterer ein – bis er durch Zufall auf den Seiten des Bundes im Netz die ausgeschriebene Stelle für Haseldorf fand. Und ist überglücklich, dass er den Zuschlag bekommen hat.

Die Elbmarschen kennt Nieuwenhuijs wie seine Westentasche. „Ich habe früher viel in den Wettern geangelt“, erzählt der fröhlich lachend. Frischluft liegt ihm im Blut, er war bis zum Abitur bei den Christlichen Pfadfindern Elmshorn und später bei einer Jugendbewegungsgruppe in Hamburg aktiv. Naturschutz – das geht aus seiner Sicht nur gemeinsam mit Landwirten und Jägern. Seinen ersten Einsatz hatte er bereits für das Vogelgrippe-Monitoring, für das er auch auf Privatgrund arbeiten musste. Seine Lieblingstätigkeit ist das Beschneiden von Obstbäumen. Dem kann Nieuwenhuijs auf dem großen Freizeitgelände hinterm Elbmarschenhaus nachgehen.

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