zur Navigation springen

Flüchtlinge in Wedel : Willkommenskultur ist gefragt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Infoveranstaltung zu geplanten Notunterkünften am Ansgariusweg zeigt: Bürger wünschen sich einen Ansprechpartner.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Die Rolandstadt braucht neue Notunterkünfte – das steht fest. Fest steht auch das Grundstück. Im Ansgariusweg 17a können künftig 36 bis 40 Menschen untergebracht werden. Bald beginnen die Bauarbeiten. „Im Spätsommer oder im frühen Herbst sollen die Bauten fertig sein“, sagte Oliver Wleklinski, Fachdienstleiter für den Bereich Soziales, bei der Infoveranstaltung im Rathaus. Dort wurde über das Bauvorhaben – eine befristete Containerlösung – informiert.

Viele Wedeler waren da. Vertreter der Stadt beantwortet all ihre Fragen. Und machten deutlich: Wedel ist gesetzlich verpflichtet, diese Menschen aufzunehmen, schnelle Lösungen müssen her. Vor allem aber solle die weltoffene Willkommmenskultur der Stadt fortgeführt werden. „Es ist wichtig, aufeinander zuzugehen. Die meisten Spannungen beruhen auf Missverständnissen“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt. Für ein friedliches Miteinander wurde auf den Arbeitskreis Integration hingewiesen und zur Mitarbeit aufgerufen. Ansprechpartner dafür ist Joachim Rose. Die Stimmung im Saal war friedlich. Schmidt betonte am Ende, dass die sachliche Diskussion zu der Stadt passe.

Wleklinski präsentierte das Bauvorhaben. Durch aktuellen Vorfälle – wie der Brand des Asylbewerberhauses in Hamburg-Altona – haben sich die Brandschutzmaßnahmen verändert. Statt einem großen Komplex werden zwei Containerabschnitte gebaut. Auch auf eine Verkleidung der Fassade müsse deswegen verzichtet werden. Die Sicherheit gehe vor, so Wleklinski.

Er erläuterte die aktuelle Situation. Die Flüchtlingsströme brechen nicht ab. Zwei weitere dezentrale Notunterkünfte seien daher für die kommenden zwei Jahre vorgesehen. Die Planungen beginnen im Sommer.

Seitens der Bürger wurde der Wunsch nach mehr Aufsicht und Pflege der Unterkünfte geäußert. Idee in diesem Zusammenhang war ein Ansprechpartner, der in Angelegenheiten rund um die Notunterkünfte hilft und immer telefonisch erreichbar ist. Dieser Vorschlag fand viel Zustimmung im Saal.

Die Unterkünfte werden in flexibler Bauweise gebaut, sie seien eine Übergangslösung für fünf bis zehn Jahre. Das wollten nicht alle Bürger im Saal glauben: Einer der Anwesenden verwies auf die Waldfriedhofkapelle, die 1982 gebaut worden sei und nach fünf Jahren ersetzt werden sollte. „Die steht da immer noch“, sagte er.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen