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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 01:24 Uhr

Wilde Flucht endet im Gefängnis

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gesuchter Betrüger gerät in eine Verkehrskontrolle und türmt zunächst mit dem Auto und dann zu Fuß / Polizei sucht Zeugen

shz.de von
erstellt am 30.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Was mit einem einfachen Verkehrsvergehen begann, endete im Gefängnis. Ein 26-jähriger Wedeler begab sich bei einer Begegnung mit der Polizei am Sonnabend zielsicher von einem Fettnäpfchen ins nächste.

Die Beamten waren im Streifenwagen unterwegs, als der 26-Jährige ihnen gegen 20.40 Uhr mit seinem Ford an der Kreuzung Am Freibad  /  Schulauer Straße, plötzlich die Vorfahrt nahm. Die Ordnungshüter wollten den Fahrer daraufhin stoppen und kontrollieren. Doch der Wedeler hatte andere Pläne und versuchte, die Flucht zu ergreifen. „Er hat Gas gegeben und ist rasant in den Kirchstieg eingebogen“, schildert Polizeisprecherin Sandra Mohr den Vorfall gegenüber dieser Zeitung. Glücklicherweise kam bei dem gewagten Manöver im Kreuzungsbereich kein Fußgänger zu Schaden.

Weit kam der 26-jährige nicht. Schon im Kirchstieg stellte die Polizei den Fahrer – und konnte gleich mehrere Gründe für den Fluchtversuch feststellen. Zum einen war das Fahrzeug nicht versichert und sollte eigentlich zwangsentstempelt werden. Zum anderen war auch der Fahrer offenbar nicht mehr geeignet, am Straßenverkehr teilzunehmen. Ein Atemtest ergab einen Alkoholgehalt von 0,71 Promille.


Polizist bei Festnahme verletzt


Als die Polizisten dann bei der Überprüfung der Personalien auch noch feststellten, dass gegen den 26-Jährigen ein Haftbefehl wegen Betrugs vorlag, ergriff der Mann erneut die Flucht – dieses Mal zu Fuß. „Es hat aber nichts genutzt, die Kollegen waren schneller“, kommentiert Mohr die Ereignisse lapidar. Den schnelleren Beinen der Ordnungshüter wollte sich der Wedeler aber nicht beugen, er wehrte sich handfest gegen die Festnahme. Bei der Rangelei verletzte er einen Polizisten, der vorerst nicht dienstfähig ist.

Der Haftbefehl gegen den verurteilten Betrüger sah vor, dass dieser 2000 Euro Geldstrafe zahlen oder ersatzweise 50 Tage ins Gefängnis müsse. Da der Wedeler die Summe nicht aufbringen konnte, wanderte er direkt hinter Gitter.

Dort wartet er nun außerdem noch auf ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Missachtung der Vorfahrtsregeln. Die Polizeisucht nach Zeugen – vor allem Fußgängern, die gefährdet wurden. Sie können sich unter Telefon (04103) 50180 melden.



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