Wiederanpfiff in der Moorweghalle

Ausgelagert: Zurzeit gehen die Schüler der Moorwegschule für den Turnunterricht in die benachbarte Pestalozzischule.
Ausgelagert: Zurzeit gehen die Schüler der Moorwegschule für den Turnunterricht in die benachbarte Pestalozzischule.

Nach mehr als einem Jahr ist die Komplettsanierung der Schulsporthalle abgeschlossen / Einweihung für den 26. September geplant

shz.de von
30. August 2018, 16:00 Uhr

Frohe Kunde für die Moorwegschule und für Wedels Sportvereine: Wenn die abschließende Raumluftmessung, die für die nächste Woche angesetzt ist, keine Schimmelsporen mehr anzeigt, soll die Sporthalle der Grundschule in vier Wochen wiedereröffnet werden. Wie Sonja Mußmann vom städtischen Gebäudemanagement auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte, liegt die Sanierung der Halle in den allerletzten Zügen. Beim Sportfest der Moorwegschule am Freitag, 21. September, soll sie bereits genutzt werden können. Eine offizielle Einweihung ist für Mittwoch, 26. September, geplant.

Mehr als ein Jahr lang war die Halle dann komplett gesperrt. Noch vor den Sommerferien 2017 hatten Prüfer während einer routinemäßigen Kontrolle dort einen Wasserschaden entdeckt. Durch mehrere marode Bodenhülsen, die für eine Verankerung von Stangen bis in drei Meter Tiefe sorgen, war Grundwasser eingesickert und unter den Hallenboden gelaufen. Wegen Schimmelbildung musste die Turnhalle damals sofort geschlossen werden. Im Zuge erster Sanierungsarbeiten wurden die verrotteten Hülsen durch kürzere aus Edelstahl ersetzt. Zudem mussten der komplette Hallenboden abgetragen sowie Geräte und Prellschutz an den Wänden entsorgt werden.


Schließung der Halle für Nachrüstung nutzen

Weil sich mittlerweile herausgestellt hatte, dass die Sporthalle, die noch aus den 1980er Jahren stammt, nicht mehr den aktuellen Anforderungen beispielsweise in Sachen Brandschutz entsprach, legte die Verwaltung der Politik noch im September des Jahres einen Vorschlag zur Komplettsanierung sowie zur energetischen Ertüchtigung vor. Fenster und Dach gehörten ebenso ins Paket wie Sanitäranlagen und Heizung. Die Schließung der Halle jetzt nutzen, um nicht später nachrüsten zu müssen, war dabei die Handlungsmaxime. Mit einem Kostenvoranschlag von 492 000 Euro ging es in die politischen Beratungen. Das Geld sollte aus dem Budget für den um ein Jahr verschobenen Ausbau der Einmündung der Industriestraße in die B  431 genommen werden.

„Wir sind ein bisschen in Zeitverzug gekommen, weil sich zuerst auf die Ausschreibungen keiner gemeldet hat“, erläutert Fachdienstleiterin Mußmann die mittlerweile lange Dauer der Hallenschließung. Die Auftragsbücher der Fachfirmen sind voll. Nicht nur Wedel kämpft mit der Enge auf dem Markt. Als die Stadt dann aber Firmen direkt auffordern durfte, ein Angebot abzugeben, habe es geklappt, so die Fachdienstleiterin. Doch auch dann ging es natürlich nicht sofort los.


Energetische Ertüchtigung

Jetzt aber scheint alles in Ordnung – wenn die vom Kreis angeordnete Raumluftprüfung grünes Licht gibt, schränkt Mußmann sicherheitshalber ein. Nicht nur die Halle ist komplett saniert. Auch die Sanitärräume und die Umkleiden wurden einer umfassenden Erneuerung unterzogen. Im Außenbereich wurden das Fundament abgedichtet und Drainageleitungen erneuert. Im Inneren umfasste die energetische Ertüchtigung unter anderem die Heizungsanlage und eine komplett neue Beleuchtungseinrichtung. Auf allerletzte Leuchtmittel wird allerdings immer noch gewartet, verriet Mußmann. Doch auch die müssten vor dem offiziellen Eröffnungstermin noch kommen, schätzt die Stadt.
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