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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 02:53 Uhr

Wedel : Wieder am Start: Barlach Go Young

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neben der Ausbildung zum Museumsbotschafter lobt das Projekt für Jugendliche in seiner dritten Runde auch einen Kunstpreis aus

Das Konzept kommt an: Nach zwei Durchgängen geht das Wedeler Museums-projekt „Barlach Go Young“ in die dritte Runde. Jugendliche können sich wieder zum Museumsbotschafter ausbilden lassen. Das bedeutet nicht nur, Hintergrundinformationen darüber zu bekommen, wie Ausstellungen konzipiert und vermarktet werden, sondern schließt auch eigenes kreatives Experimentieren mit ein. Bis zu 15 Plätze sind diesmal zu vergeben. Angesprochen sind Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig von ihrem Ausbildungsprofil und Schulabschluss im Kreis Pinneberg. Ab dem 10. Oktober geht es los. Das Angebot ist kostenfrei. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

Die Museumsbotschafterausbildung vermittelt vielfältige Fähigkeiten. Wie gestalte ich eine Webseite, wie schreibe ich kurze Texte, wie äußere ich mich selbstbewusst und wie lerne ich, komplizierte Themen zu verstehen und in eigene Präsentationen umzuwandeln – wer Lust hat, sich in diesen Bereichen auszuprobieren und unter fachmännischer Anleitung weiterzubilden, sollte sich anmelden.

Das übergreifende Thema, das diesmal erkundet wird, haben die Organisatoren als Frage formuliert. „Gestalten einer besseren Zukunft – Utopie?“ findet zum einen Bearbeitungsanregungen durch die nächste Ausstellung im Ernst-Barlach-Museum, die das Allround-Talent John Lennon als legendären Musiker, Künstler und Friedensaktivisten vorstellt. Zum anderen im Namensgeber des Museums selbst, Ernst Barlach, der seine Werke in fortschrittskritischer Reflexion schuf.


Das Museum als Zukuftslabor


„Wir beginnen und enden mit der Kunst, werden uns aber im Laufe des Projekts mit wirtschaftlichen und politischen, mit ökologischen und sozialen Fragestellungen beschäftigen und von Experten der Friedens- und der Zukunftsforschung lernen“, kündigen die Veranstalter an. Das Museum werde zum Zukunftslabor. Denn es gelte auch, Erkenntnisse kreativ umzusetzen und künstlerische Strategien für eine öffentliche Präsentation zu entwickeln.

Neu im dritten Durchgang des Projekts ist die Auslobung eines Kunstpreises. Jugendliche in Gruppen oder auch alleine sind aufgefordert, sich künstlerisch mit dem Thema Utopie auseinanderzusetzen. Ob das in Form von Malerei, Bildhauerei, Objekt- oder Fotokunst, als Plakat, Video, Interview, Text, szenische Inszenierung, Song, Tanz, Graffiti oder als Dokumentation geschieht, ist unerheblich. Lediglich ein „präsentationsfähiger Zustand“ wird erwartet. Die drei Sieger gewinnen 300, 200 beziehungsweise 100 Euro. Für die bestandene Ausbildung zum Museumsbotschafter gibt es am Ende ein Zertifikat für die Bewerbungsunterlagen.

 

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