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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 00:24 Uhr

Wedel : Wieder Ärger um die Parkschein-Zone

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Autofahrer kritisiert die unzureichende Beschilderung in der Spitzerdorfstraße. Die Stadt sieht sich jedoch im Recht: Keine neuen Schilder geplant.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2015 | 11:26 Uhr

Wedel | Es ist der 9. November, zur Mittagszeit. Volker Demuth aus Hamburg sucht in der Wedeler Innenstadt einen Parkplatz. Nach Möglichkeit einen kostenfreien. Er möchte nur schnell seine Frau abholen. Von der Feldstraße biegt er nach links auf den Parkplatz an der Spitzerdorfstraße ab. Dort sieht er die Schilder, die darauf hinweisen, dass Parkscheinpflicht besteht. Demuth verlässt daher den Parkplatz und fährt auf die Spitzerdorfstraße selbst, wo er einen vermeintlich kostenlosen Platz am Bordstein findet. Bei der Rückkehr wartet jedoch ein Knöllchen auf den Hamburger. Auch auf dem von ihm gewählten Parkplatz hätte er einen Parkschein ziehen müssen.

Das Bußgeld hat Demuth mittlerweile bezahlt, doch sauer ist er immer noch. Aus seiner Sicht war die Sachlage nicht ausreichend durch Schilder gekennzeichnet. „Ich bin bis zum Ende der eingezeichneten Parkzone gelaufen und habe mir das Schild angeschaut, aber dort stand nichts von einem Parkschein“, sagt Demuth. An dieser Stelle wird lediglich darauf hingewiesen, dass Autos mit zwei Reifen auf dem Bordstein zu stehen haben. Auch nach einer Begehung vor Ort bleibt die Stadt Wedel jedoch hart. Der Hamburger betont, er habe bei dieser Gelegenheit eine Frau an gleicher Stelle angesprochen, die ebenfalls glaubte, keinen Parkschein ziehen zu müssen. Demuth: „Es geht mir ja nicht ums Geld, sondern darum, dass andere Autofahrer nicht in die gleiche Situation kommen.“ Seiner Meinung nach müssten die einzelnen Parkabschnitte mit Schildern gekennzeichnet werden, wenn dort ein Parkschein gezogen werden muss.

Diese Zeitung fragt bei der Stadtverwaltung nach. Demnach wäre Demuth verpflichtet gewesen, bis zur nächsten Straßenkreuzung – in diesem Fall Spitzerdorfstraße/Bahnhofstraße – zu laufen und nach Schildern Ausschau zu halten, die auf eine parkscheinpflichtige Zone hinweisen. Die sparsame Beschilderung sei gewollt. Bei der Einführung des kostenpflichtigen Parkens in der City 2014 habe man sich das Konzept der so genannten Parkraumbewirtschaftungszone entschieden, erklärt Stadtsprecherin Stefanie Bossen. Bedeutet: Nur Beginn und Ende eines Bereichs werden ausgewiesen. Diese Maßnahme soll den Schilderwald lichten und somit auch Kosten für Wartung und Reinigung von Straßenschildern sparen. Die Zonen wurden im Bereich Bahnhofstraße, Beim Hoophof, in der Feldstraße und der Spitzerdorfstraße ausgewiesen.

Probleme habe es eigentlich nur in der Anfangszeit gegeben. „Es gab Beschwerden, diese waren allerdings nur grundsätzlicher Art und bezogen sich nicht auf die Spitzerdorfstraße“, so Bossen. In den ersten Wochen seien deswegen keine Knöllchen verteilt worden. Nun hätten sich die Verkehrsteilnehmer aber an die Lage gewöhnt. „Es gibt für uns daher keinen Anlass, über die Ausweitung der Beschilderung nachzudenken“, betont Bossen.

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