Wettkampf der Hangelkünstler

Christian Grundorf ging für die gastgebende Wehr an den Start und wurde kräftig von allen Kameraden angefeuert.
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Christian Grundorf ging für die gastgebende Wehr an den Start und wurde kräftig von allen Kameraden angefeuert.

Die Freiwilligen Feuerwehren Holm, Hetlingen und Haseldorf stellen sich der Ladder Challenge 2018 / Moorreger Wehr nominiert

shz.de von
12. September 2018, 16:00 Uhr

Vier Wehren, drei Männer, eine Drehleiter: Am Montagabend haben sich Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren Holm, Hetlingen und Haseldorf der Ladder Challenge 2018 gestellt. Die Nominierung zur Herausforderung kam von ihren Wedeler Kollegen, die sich dem Wettkampf am vergangenen Freitag erfolgreich gestellt hatten (unsere Zeitung berichtete). Während der Wedeler Martin Kuchenbecher die Hangel-Schlacht an der Drehleiter bravourös meisterte, schafften Martin Hinkel aus Holm, Finn Jörgensen aus Hetlingen und Christian Grundorf aus Haseldorf nur Achtungserfolge. Obwohl alle drei nicht das Ende der Drehleiter erreichten, wurden sie dennoch von den mehr als 120 Kameraden und Schaulustigen kräftig gefeiert. Weil die kleinen Wehren keine eigene Drehleiter haben, brachte Wedels Wehrführer Michael Rein das Übungsgerät aus der Rolandstadt gleich mit. Es wurde auf dem Parkplatz neben der Feuerwache aufgebaut, flankiert von den Feuerwehrautos der Nominierten.

Holms Wehrführer Lukas Krack setzte auf Altbewährtes, wie Hinkel über sich witzelte. Der stellvertretende Schulleiter einer Grundschule in Hamburg-Altona ist immerhin 59 Jahre alt und seit 35 Jahren in der Wehr. Als Lehrer für Sport und Theologie war er gleich zweifach gut gerüstet. „Der Glaube hilft“, sagte er. In seinem Fall bis gut zur Mitte der nicht ganz ausgefahrenen 30 Meter langen Leiter. Die Aufgabe ist auch deshalb so schwierig, weil die Feuerwehrleute in ihrer etwa 25 Kilogramm schwerer Ausrüstung an den Start gehen müssen.

Hetlingens Vize-Wehrführer Wolf-Oliver Krohn setzte auf die Jugend. Jörgensen (17) ist noch Anwärter. „Ich bin einer der fittesten“, sagte der Schüler selbstbewusst und schlug sich wacker mehrere Meter über das von Hinkel erreichte Ziel hinaus.

Der Haseldorfer Zugführer Grundorf (38) konnte reichlich Berufserfahrung mit einbringen, er arbeitet als Baumkletterer. „Das hier ist wirklich anstrengend, weil man an nur vier Fingern hängt, man hakt sich wie ein Affe ein“, erläuterte der Kletterprofi. Er hielt seinen Körper während des Wettkampfs bemerkenswert ruhig, musste sich aber dennoch wie seine Kollegen vorzeitig geschlagen geben. Haseldorfs Wehrführer Ingo Wittke lud im Anschluss die Leiter-Helden und die Gäste zu Grillwürsten und Getränken ein.

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