Info-Börse in Wedel : Welche Berufe gibt es überhaupt?

Sie engagieren sich für Wedels Schüler: Organisatoren der 5. Info-Börse, die als Maßnahme im Wedeler Hauptschul-Modell Jugendliche und Praktiker an einen Tisch bringt.
Sie engagieren sich für Wedels Schüler: Organisatoren der 5. Info-Börse, die als Maßnahme im Wedeler Hauptschul-Modell Jugendliche und Praktiker an einen Tisch bringt.

Die Info-Börse soll eine Orientierungshilfe für die Ausbildung sein sowie Kontakte zwischen Schülern und Betrieben herstellen.

shz.de von
05. November 2013, 16:00 Uhr

Sein Gegenüber wichtig nehmen und motivieren, Erfahrungen und Kontakte zur Verfügung stellen, Türen öffnen, vermitteln – das Wedeler Hauptschul-Modell ist auch deswegen so erfolgreich, weil es an zahlreichen Punkten ansetzt und auf vielfältige Weise unterstützt. Seit 2008 bemühen sich Wedels Rotarier um die Jugendlichen, die durchs Bildungsraster fallen: um die Schüler mit Hauptschulabschluss.

Dafür gehen sie in die Abschlussklassen und stehen den nach Orientierung suchenden Schülern mit Beratungsgesprächen bei. Sie nutzen ihre ganz konkreten Kontakte zu Unternehmen und Betrieben und vermitteln Praktika. Sie geben Tipps für Bewerbungsmappe und -gespräche und unterstützen tatkräftig Bewebungs-Workshops. Und sie schlagen die Werbetrommel auf der anderen Seite des Ausbildungsverhältnisses: Sie motivieren Arbeitgeber, den Hauptschülern Plätze anzubieten.

Eine wichtige Säule dieses Netzwerkens, dieses Vermittelns und Zusammenführens ist die Info-Börse, die die Rotarier in diesem Jahr nun schon zum fünfte Mal organisieren. Für Mittwoch, 13. November, laden sie wieder Vertreter der Betriebe und Schüler der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBG) sowie der Gebrüder Humboldt Schule (GHS) zum gegenseitigen „beschnuppern“ in die Mensa der EBG (Tinsdaler Weg 44) ein – von 19 bis 21 Uhr.

Mindestens fünf Gespräche

Es gilt, Schüler und Praktiker zusammenzubringen. Es geht darum, sich kennen zu lernen. Den etwa 80 Jugendlichen soll die ganze Bandbreite an Beschäftigungsmöglichkeiten jenseits der In-Berufe aufgezeigt werden. Die erwarteten 60 Mitarbeiter der Betriebe können sich präsentieren und einen ersten Eindruck der diesjährigen Schulabgänger gewinnen.

Damit alles eine gewisse Effizienz bekommt, hat es sich bewährt, mit Laufzetteln zu arbeiten. Auf diesen müssen die Schüler am Ende des Abends mindestens fünf Gespräche nachweisen. Die Schüler wiederum haben ihre Bewerbungsmappen dabei und können bei Bedarf sogleich konkret etwas vorzeigen. Außerdem werden Vertreter der Bundesagentur für Arbeit anwesend sein, Verwaltungsmitarbeiter der Stadt kommen, Mitglieder des Wedeler Rotary Clubs sind vor Ort sowie die Eltern der Schüler, für die ebenfalls die Einladung gilt. Hungern und dursten muss niemand, ein Brötchenbüfett sowie Softdrinks Sorgen fürs leibliche Wohl.

Nicht nur Lehrer, Betriebe und Stadt begrüßen ausdrücklich das Engagement der Netzwerker. Auch bei den Schülern kommt die Info-Börse sehr gut an. Das zeigen die positiven Rückmeldungen auf den vergangenen Treffen. Fast noch wichtiger als die Informationen , die die Jugendlichen dort bekommen, ist allerdings die Aufmerksamkeit ganz generell, die ihnen das Hauptschul-Modell gewährt. Es fördert damit eine wichtige soziale Fähigkeit: Es stärkt ihr Selbstbewusstsein.

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