Wedel : Weitere Notunterkünfte geplant

Wedel ist relativ gut aufgestellt“, sagt Oliver Wlekklinski, Leiter des Fachdienstes Soziales.
Wedel ist relativ gut aufgestellt“, sagt Oliver Wlekklinski, Leiter des Fachdienstes Soziales.

Die Zahl der Flüchtlinge steigt weiterhin. Wedel ist gut aufgestellt. 2015 und 2016 sollen zwei Festbauten kommen.

shz.de von
19. Juni 2014, 12:15 Uhr

Wedel | Ende Mai teilte das Schleswig-Holsteinische Landesministerium mit: Es kommen mehr Flüchtlinge als erwartet. Auf die ganze Republik verteilt sind es allein bis einschließlich April 64, 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kommunen werden gebeten, sich darauf vorzubereiten. „Wedel ist relativ gut aufgestellt“, sagte Oliver Wlekklinski, Leiter des Fachdienstes Soziales, am Dienstagabend im Ausschuss für Jugend und Soziales. Das liegt auch an den neuen Notunterkünften im Ansgariusweg, die bald fertiggestellt werden. 36 bis 40 Menschen können darin – je nach Familienstruktur – unterkommen.

Kapazitäten, die die Rolandstadt angesichts der Flüchtlingszahlen dringend braucht. Etwa zehn Prozent der Flüchtlinge, die in Schleswig-Holstein ankommen, werden auf den Kreis Pinneberg verteilt. Im April waren das 54 Asylbewerber. Wiederum zehn Prozent davon kommen nach Wedel. Mit Stand vom 31. Mai dieses Jahres waren 105 Asylbewerber in der Rolandstadt untergebracht.

Um auch künftig den nötigen Raum bereitzustellen, sind derzeit zwei Häuser geplant. Wo die Festbauten gebaut werden, steht noch nicht fest. Nach einer gründlichen Prüfung der möglichen Grundstücke kämen laut Wleklinski fünf Standorte in Wedel in Frage. Wie viele Personen darin untergebracht werden können, hänge letztlich von der Grundstücksgröße ab. Für eines der Häuser sollen die Baumaßnahmen Ende des Jahres – sofern das Wetter es zulässt – beginnen und nach zirka einem Jahr fertiggestellt sein. Das zweite Haus folgt im Jahr darauf. Die Kosten sind entsprechend im Haushalt verankert, so Wleklinski. Die Standortfrage wird vorerst intern beratschlagt.

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