Sparkasse in Wedel : Weiter auf Wachstumskurs

Stadtsparkassen-Vorstandsvorsitzender Marc Cybulski (rechts) und sein Vorstandskollege Josef Musil – hier mit Mitarbeiterin Helga Rave – zeigen sich zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2013.
Foto:
1 von 2
Stadtsparkassen-Vorstandsvorsitzender Marc Cybulski (rechts) und sein Vorstandskollege Josef Musil – hier mit Mitarbeiterin Helga Rave – zeigen sich zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2013.

Geschäftsvolumen des Wedeler Instituts wächst, Kundeneinlagen steigen, mehr Kredit-Neuzusagen. Südholstein-Stützung drückt aber das Ergebnis.

shz.de von
20. Juni 2014, 10:00 Uhr

Wedel | Stetes Wachstum des Geschäftsvolumens bei einer Bilanzsumme von 514,8 Millionen Euro, steigende Kundeneinlagen um 4,5 Prozent auf 337,5 Millionen Euro, ein deutlicher Zuwachs bei Kredit-Neuzusagen gegenüber dem Vorjahr auf 52 Millionen Euro und nicht zuletzt Rekordzuwächse von mehr als 250 Prozent bei Anlage-Produkten mit Kapital-Garantie: Die Stadtsparkasse Wedel hat viele Gründe, mit dem Geschäftsjahr 2013 zufrieden zu sein. Aber eben auch nur „zufrieden“, wie Vorstandsvorsitzender Marc Cybulski und sein Vorstandskollege Josef Musil während der Vorstellung der Jahresbilanz hervorhoben.

Denn wie bereits im Vorjahr waren es erneut Belastungen durch Beteiligungen und vor allem Stützungen, die sich merklich im Ergebnis niedergeschlagen haben. Letztere im Falle Sparkasse Südholstein im siebenstelligen Bereich, wie Cybulski durchblicken ließ. „Ohne diese Faktoren hätte das Jahresergebnis bei mehr als zwei Millionen Euro gelegen.“ So blieb ein Gewinn von 335.000 Euro. „Niedrig, aber eben zufriedenstellend“, so Cybulski.

Der Vorstandschef sieht in dieser Form der Gewinnschmälerung indes auch Positives – eine „Einzahlung auf das eigene Vertrauen“. Denn umgekehrt, so der Vorstandschef, würden die Sparkassen-Verbandspartner im Falle einer schwierigen Finanzlage genauso für Wedel aufkommen. Ein Faktor, warum – wie Forsa-Umfragen zeigten – die Sparkasse als Institution in Zeiten von Finanzkrisen-Nachwehen und Vertrauensverlust in Banken verschont geblieben, ja sogar gestärkt hervorgegangen sei, so Cybulskis Einschätzung: „Wir gelten als sicher und solide.“

Etwa in puncto Einlagen. Privat- wie auch Firmenkunden hätten ihre Bestände erhöht, so Musil. Fast 17 Millionen Euro mehr als in 2012 – „ein enormer Zuwachs angesichts des niedrigen Zinsniveaus“, so Musil. Auf der Suche nach einem Ausgleich für den Inflationsverzehr werde dabei der Aktienmarkt wiederentdeckt – nicht in der Direktanlage, sondern in Form von Produkten mit größerem Aktienanteil, die jedoch auch mit Kapital-Garantie hinterlegt sind. 250 Prozent Zuwachs in diesem Sektor – „das habe ich noch nicht erlebt“, sagt Musil. Eine Steigerung wie in keinen anderen Institut des Landes, so Cybulski.

Den Erfolg führen die Vorstände auch auf die Beratungsqualität der Stadtsparkasse zurück, die verstärkt seit 2012 durch Schulungen, spezielle Technik und strukturierte Prozesse kontinuierlich verbessert werde. Auch für Kunden mit kleinem Vermögen.

Was das Kreditvolumen angeht: Das bewege sich mit 337 Millionen Euro auf gleichbleibend hohem Vorjahres-Niveau, so Musil. Die wieder spürbar angezogenen Neuzusagen lägen vor allem im Wohnungsbau. Auf diesem Sektor passiere in Wedel wenig, wo die Stadtsparkasse nicht beteiligt sei, heißt es seitens des Vorstands. Aber auch im Umland und Hamburger Westen bis nach Othmarschen rein würde das Wedeler Institut mit seinen aktuell 104 Mitarbeitern wahrgenommen.

Stichwort Basel III und neue Regelungen: Die bereiten Cybulski und Musil zwar Arbeit, aber kein Kopfzerbrechen. Ihr Institut sei so eigenkapialstark, dass die ab 2018 geltenden Bestimmungen schon jetzt erfüllt würden.

„Es geht uns gut – das wollen wir weitergeben“, so lautet das Motto für Spenden und Sponsoring. 117.400 Euro hat die Sparkasse 2013 ausgeschüttet, ein Großteil davon für soziale Zwecke.

Blieb der Blick in die Zukunft: Da wiesen erste Zahlen des laufenden Jahres in positive Richtung, sagte Cybulski. Zudem seien Beteiligungen und Stützung innerhalb des Verbands abgearbeitet, so dass diese Belastungen für 2014 keine Rolle spielten.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen