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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. Oktober 2017 | 02:19 Uhr

Moorege : Wehr stärker gefordert

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Zahl der Einsätze steigt um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, seit 2009 hat sogar eine Verdreifachung statt gefunden

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Ein Großfeuer und ein Flugzeugabsturz mit zwei Toten in der Nachbargemeinde Heist, Hilferufe nach den Stürmen „Christian“ und „Xaver“: 73 Einsätze haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Moorrege 2013 leisten müssen – so viel wie nie zuvor. „Das ist leider erneut eine Zunahme von fast 25 Prozent im Vergleich zu 2012“, resümierte Wehrführer Sven Heitmann bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend. Auch für den Nachwuchs war die Sitzung richtungweisend: Nach drei Jahren hörten Jugendwart Thomas Hoop und sein Stellvertreter Björn Zippel auf. „Wir sind sehr traurig über euer Ausscheiden“, betonte Heitmann.

Beitrags-Duell von Politik und Verwaltung

Fast vollständige Präsenz der Aktiven beeindruckte die zahlreichen Gäste wie Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU), die Kreistagsabgeordneten Veit Ghiladi (CDU) und Helmuth Kruse (Grüne), Pastorin Vivian Reimann-Clausen und Moorreges Verwaltungschef Rainer Jürgensen. Der lieferte sich mit Kruse ein Duell. Der Grünen-Politiker hatte seinen Beitrag als passives Mitglied verdoppelt – Jürgensens Reaktion: „Ich ziehe nach!“ Der Erfolg war ihm sicher, die Feuerwehrmitglieder klopften laut Beifall.

Die Einsätze der Moorreger Wehr haben sich seit 2009 mehr als verdreifacht. War sie 2009 19 Mal gefordert und 2010 18 Mal, gab es 2011 einen sprunghaften Anstieg auf 69 Einsätze. Nachdem es 2012 einen Rückgang auf 50 Hilferufe gab, nun der Höchststand. Die spalten sich in 42 klassische Feuerwehr-Einsätze (88 Prozent in Moorrege, zehn in Heist und zwei in Uetersen) sowie Rettungsdienste der neuen Gruppe „First Responder“. Hier waren die Moorreger immerhin zu 58 Prozent in der Rosenstadt im Einsatz, nur 33 Prozent im eigenen Dorf. Die Sanitätseinsätze werden immer parallel von der Rettungsstelle geordert. „Wir sind im Durchschnitt vier bis fünf Minuten vor dem Rettungswagen oder Notarzt am Einsatzort gewesen“, betonte Heitmann.

Nicht nur im Bereich der Jugendarbeit innerhalb der Wehr kümmern sich die Blauröcke um den Nachwuchs. Im vergangenen Jahr hatte Thorsten Dührkop die Aufgaben der Brandschutzerziehung von Wolfgang Link übernommen. Gemeinsam mit einigen Helfern wurden 73 Stunden Brandschutzerziehung bei 160 Mooorger Kindern und Jugendlichen geleistet, so der Feuerwehr-Chef.

Lob gab’s für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die seit 55 Jahren besteht. „Mit eurem guten Auftreten seid ihr ein Aushängeschild der Gemeinde, auf das wir alle sehr stolz sein können“, betonte Heitmann.

Auch Wahlen standen auf der Tagesordnung. Während die Wahlen von Uwe Stahl als Gruppenführer der Reserve, Wolfgang Bolt als Sicherheitsbeauftragter und Sarah Clausen einstimmig waren, wurden die Ämter der neuen Jugend-Führungsriege auf Antrag aus der Versammlung in geheimer Wahl besetzt. Von den 53 Stimmberechtigten sprachen sich 45 für Thorsten Grünefeldt als neuen Jugendwart aus, sein Vize Patrik Kellin bekam 40 Ja-Stimmen.

Sichtlich schwer fiel Manfred Oltersdorf der Abschied. Nach drei Jahrzehnten aktiver Zugehörigkeit wurde er von Heitmann verabschiedet. „Du hast deinen Lebensmittelpunkt nun in Heist, aber wir geben dir 3,6 Kilo Moorrege mit“, sagte Heitmann. Gemeint war die neue Moorreger Dorfchronik, in der Oltersdorf bei Heimweh nun blättern darf. Für die Moorreger Wehr gab es dann aber auch gleich Neuzuwachs aus der Nachbargemeinde: Louisa Wulff, die in Heist bei der Jugendwehr die ersten Schritte lernte, ist umgezogen und wurde als neue Kameradin verpflichtet.

Auch Termine wurden festgezurrt. Am 14. Februar und 21. November gibt es Skat und Knobeln in der Wache, für den 19. April ist das Osterfeuer geplant und am 21. Juni soll es abermals einen „Tag der offenen Tür“ geben. Der Laternenumzug soll am 19. September stattfinden und beim Volkstrauertag (16. November) ist die Wehr auch stets im Einsatz.

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