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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 22:41 Uhr

„Wehr noch attraktiver machen“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wedels Feuerwehrchef Michael Rein fordert Wandlung / Lob vom Bürgermeister / 18 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr

Laut Umfragen stehen deutsche Feuerwehren in puncto Beliebtheit bei der Bevölkerung an der Spitze. Trotzdem haben etliche Wehren große Mühe, neue ehrenamtliche Helfer für ihre Aufgabe zu gewinnen. Dem entgegenwirken will Michael Rein, Chef der Wedeler Blauröcke. „Die Anziehungskraft muss gesteigert werden, es muss erstrebenswerter sein, bei der Feuerwehr mitzumachen“, sagte er während der Jahreshauptversammlung der Wehr am Wochenende. Und: „Wir müssen zeitgemäße Merkmale ersinnen, um attraktiver zu werden.“

Beispielhaft dafür nannte Rein das Sponsoring von Freizeitaktivitäten für die ganze Familie, wie es bereits in einigen Städten Schleswig-Holsteins trotz angespannter Haushaltslage üblich sei. Eine ehrenamtliche Feuerwehr sei für die Kommunen ohnehin die kostengünstigste Möglichkeit, ihre gesetzliche Aufgabe des Brandschutzes zu erfüllen. Rein plädierte zudem dafür, in der eigenen Truppe alte Zöpfe abzuschneiden: „Auch wir in der blauen Uniform müssen uns wandeln. Manche Meinungen und Verhaltensweisen wirken hausbacken. Die Bereitschaft, neue Gedanken und Möglichkeiten zu erkennen, muss bei jedem verinnerlicht sein.“

Materiell sei die Feuerwehr Wedel von der Stadt „ausgesprochen gut“ ausgestattet, betonte der Wehrführer. Positiv bewertete Rein die Besetzung von etlichen Führungspositionen innerhalb der Wehr durch jüngere Kameraden: „Sie haben sich bestens bewährt, dies sehe ich als großen Erfolg des vorigen Jahres an.“ Unentbehrliche Eigenschaften von Führungskräften seien nach wie vor Engagement, eine positive Grundeinstellung und der Wille zur Teamarbeit.


369 Mal rückte die Feuerwehr 2013 aus


Es war wieder voll bei der Jahresversammlung in der Fahrzeughalle an der Schulauer Straße. Zu den Gästen gehörten Stadtpräsidentin Renate Palm, Bürgermeister Niels Schmidt, Ratsmitglieder, Abordnungen von Nachbarwehren sowie Vertreter von Polizei, Verbänden und Unternehmen. In seinem Jahresbericht nannte Rein eine Reihe von Zahlen. 369 Mal musste die Wehr im vorigen Jahr ausrücken – eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber 2012. Ursache dafür waren hauptsächlich die Orkanfronten „Christian“ und „Xaver“ im Oktober und Dezember, die allein mit 80 Einsätzen zu Buche schlugen.

Bürgermeister Schmidt sparte nicht mit Lob für die Brandschützer: „Das Jahr 2013 hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige Feuerwehr ist.“ Und versprach: „Die Feuerwehr ist keine Sparkasse, wir werden euch immer alles Notwendige zur Verfügung stellen.“ Als Beobachter bei den Einsätzen der Wehr ist der Verwaltungschef künftig bestens ausgestattet: Wehrführer Rein und dessen Stellvertreter Uwe Brandt überreichten ihm eine Feuerwehrjacke mit dem Aufdruck „Bürgermeister Stadt Wedel“.

Ein Wedeler Feuerwehr-Urgestein wurde für seine langjährige Treue zur Wehr besonders geehrt: Uwe Pein, seit 50 Jahren in der Brandschützer-Riege, erhielt einen Präsentkorb. Der 69-Jährige war 36 Jahre als Schriftführer tätig und hatte unter fünf Wehrführern „gedient“.


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erstellt am 24.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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