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Jahresrückblick : Wedels Wehr 2015 extrem gefordert

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

420 Alarmierungen: 27 Prozent mehr Einsätze als im Durchschnitt. Zahl der gemeldeten Feuer steigt um fast ein Drittel gegenüber 2014.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 00:38 Uhr

Wedel | 420 Alarmierungen in zwölf Monaten: 2015 hat die Freiwillige Feuerwehr Wedel extrem gefordert. Gemessen am Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre bedeutet dies eine Zunahme um 27 Prozent. Das zeigt eine vorläufige Bilanz, die Pressesprecher Holger Koschek jetzt präsentierte.

Allein beim klassischen Tätigkeitsfeld der Einsatzkräfte, den Feuer-Meldungen, gab es 30 Prozent mehr Mobilisierungen als im Vorjahr. Darunter Aufsehen erregende Fälle wie der Auto-Brand in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses am Mühlenweg Ende Juni und das Feuer im Dachstuhl eines Einfamilienhauses im Ginsterweg Ende September.

Auch zwei Serien von Brandstiftungen hielten die Wehr in Atem: Dreimal innerhalb von sechs Wochen gingen in Schulau nachts Gelbe Säcke und Müllcontainer in Flammen auf. Teils rückte die Wehr sechsmal in einer Nacht aus. Im November und Dezember dann ebenfalls in drei Nächten Brandstiftungen im Autal. Insgesamt vier Schreber-Lauben und ein Auto inklusive Carport gehen auf das Konto eines Feuerteufels.

Eine kontinuierliche Zunahme verzeichnet die Feuerwehr Wedel laut Koschek bei den Einsetzen, wo am Ende „Essen auf Herd“ im Bericht steht. Eine nur auf den ersten Blick harmlose Einsatz-Variante. Wohnungsbrände, Löschwasserschäden, Lebensgefahr für Bewohner – das alles kann die vermeintliche Lappalie bedeuten. Häufig sind Rauchwarnmelder die Ursache für die Alarmierungen. Dass die Geräte, deren Installation seit 2011 auch in Privathäusern Pflicht ist, tatsächlich Leben retten können, zeigte sich gleich am 1. Januar. Da wurden Passanten auf das schrille Piepen aus einer Wohnung an der Bekstraße aufmerksam. Die alarmierte Wehr rettet einen Mann aus einer völlig verqualmten Wohnung, in der es auf der Herdplatte kokelte.

2015 war zudem erneut ein Jahr, in dem Sturmtiefs die Einsatzzahlen in die Höhe getrieben haben. Gleich im Januar und im März mussten die Kameraden vielfach ausrücken, um etwa umgestürzte Bäume zu entfernen oder Gebäude zu sichern. Insgesamt gab es 62 sturmbedingte Einsätze.

Allein 57 Mal wurde Wedels Wehr gerufen, um eine Tür für den Rettungsdienst zu öffnen. Etwa weil jemand den Notruf gewählt hatte, dann jedoch nicht in der Lage war, die Tür selbst aufzumachen. Lediglich sechs Mal musste für den Rettungsdienst eine Person mit der Drehleiter befördert oder Tragehilfe geleistet werden. Tierrettungen schlagen für 2015 mit neun Einsätzen zu Buche. Zu den Exoten in der Statistik zählt die Sicherung beim Fund einer Brandbombe auf der Baustelle Wiedestraße, zu der die Feuerwehr zwecks Sicherung gerufen wurde.

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