zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

20. August 2017 | 14:03 Uhr

Segelsport : Wedels SVWS will in die Bundesliga

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Skipper-Junioren treten bei einer Relegations-Regatta an.

Wedel | Sie sind alle erfahrene Regattasegler und haben in den vergangenen Jahren im „Piraten“ zahlreiche Deutsche Meistertitel abgeräumt. Jetzt wollen die Junioren des Segel-Vereins Wedel-Schulau (SVWS) ganz hoch hinaus: Bei der Relegations-Regatta für die 1. Segel-Bundesliga vom 4. bis 6. April auf der Flensburger Förde werden die Skipper mit einer vierköpfigen Crew antreten. Ziel ist der Sprung in die neu gegründete 2. Bundesliga, bei der ebenso wie in der höchsten Klasse 18 Vereine vertreten sein werden. „Ich rechne uns eine 50:50-Chance aus“, sagt SVWS-Jugendobmann Sven Pahnke (48), der die Crew als Teamchef betreuen wird.

Nach der erfolgreichen Premierensaison der Deutschen Segel-Bundesliga (DSBL) im vorigen Jahr hatten sich 58 Vereine aus ganz Deutschland für die zweite Saison gemeldet. In der Relegation kämpfen die Neueinsteiger mit den fünf Absteigern aus 2013 um die fünf Plätze in der 1. Liga. 18 der ersten 23 werden die 2. Bundesliga bilden und müssen bei zwei weiteren Regatten auf dem Starnberger See und dem Bodensee im Mai beziehungsweise September um ihren Verbleib in der zweithöchsten Segelliga kämpfen.

Gesegelt wird mit Booten der Typen „J 70“ und „J 80“ – 700 bis 1300 Kilogramm schwere und bis zu acht Meter lange Kielschiffe für jeweils vier Mann Besatzung. „Solche Boote haben wir im SVWS nicht. Deshalb sind wir mit Eigentümern im Gespräch, damit wir vorher vielleicht auf der Elbe noch einmal trainieren können“, so Pahnke. Als er seinen Plan, den Verein für die Relegation zu melden, beim SVWS vortrug, seien die Junioren sofort Feuer und Flamme gewesen. Elf Jung-Skipper aus dem Verein im Alter von 22 bis 35 Jahren, darunter eine Frau, gehören bereits zum Kader. Einige von ihnen wohnen in Wedel, andere leben wegen ihres Studiums oder Berufs in anderen deutschen Städten.

Bei der Relegation auf der Flensburger Förde bei Glückstadt wird pro Regatta ein sogenanntes olympisches Dreieck gesegelt – eine mit Tonnen markierte Strecke, die mehrmals gekreuzt werden muss. In der Reihenfolge der Platzierungen werden Punkte vergeben: Der Erste erhält 18, der Letzte einen. Die Konkurrenz ist für die SVWS-Skipper groß: Unter anderem werden Teams aus namhaften Vereinen wie dem Kieler Yacht-Club und dem Hamburger Segelclub antreten. Aus Schleswig-Holstein sind außer den Wedelern fünf weitere Vereine gemeldet, aus der Hansestadt nehmen fünf Clubs an der Relegation teil. Die Kosten für die Regatta zahlen die SVWS-Junioren aus eigener Tasche. Sponsoren seien jedoch jederzeit willkommen, so Pahnke. „Auch wenn wir es vielleicht nicht in die 2. Bundesliga schaffen, werden wir viel Spaß haben, denn es wird ein tolles Event werden“, ist sich der Jugendobmann sicher. Und: „Wenn es dieses Mal nicht gelingt, werden wir es im nächsten Jahr wieder versuchen.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 17.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen