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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 00:28 Uhr

Wedels Patt: Zeichen auf Einigung

vom

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Wedel | Muskelspiele oder Kooperation? Nach dem Patt für SPD und CDU in Wedel mit je elf Ratssitzen inklusive der Ansage der Grünen, keine Kooperationen eingehen zu wollen, ist die Frage: Wie gehen vor allem die großen Faktionen um mit der Hängepartie, zu der das Wahlergebnis geführt hat. Das Tageblatt hat nachgehakt - und auf beiden Seiten einen deutlichen Willen zur konstruktiven kooperativen Lösungssuche gefunden, wo es um Fragen nach Stadtpräsidentenamt, Ausschussvorsitz oder auch Größe der Ausschüsse geht.

Eine friedliche Einigung, bei der sich alle Fraktionen wiederfinden, das wäre die Vorstellung von Andreas Schnieber (Foto), den der Wahlsieger nach Prozenten, die SPD, am Mittwoch erneut zum Fraktionsvorsitzenden gewählt hat. "Wir können nicht fünf Jahre vernünftig miteinander arbeiten, wenn wir uns gleich am Anfang alle auf den Kopf hauen", sagte der Sozialdemokrat am Tageblatt-Telefon.


"Wir sollten sehen, was Wedel voranbringt"

Zumal es bei einer Wahlbeteiligung von nur 40,1 Prozent "schlimm" wäre, wenn die Hauptthemen politischer Auseinandersetzung durch Verfahrensfragen oder Ämterbesetzung bestimmt würden, so Schnieber. "Wir sollten uns vielmehr über Inhalte streiten und sehen, wie wir Wedel in Zukunft voranbringen."

Ebenfalls vorgestern in seinem bisherigen Amt als CDU-Fraktionschef bestätigt wurde Michael Kissig. Er sagt: "Wir haben in allen offenen Fragen so große Probleme, dass ich nicht glaube, dass wir mit Konfrontation zu einem Ergebnis kommen, das fünf Jahre trägt." Sondern nur, "wenn sich alle zusammen hinsetzen und einigen."

Auch mögliche Losverfahren hält Kissig nicht für angemessen in der aktuellen Situation: "Wir sollten nicht nach außen vermitteln, dass wir nicht in der Lage sind, das Wahlergebnis abzubilden." Für ihn ist die Hoffnung auf Einigung auch deshalb begründet, weil alle wissen, dass große Aufgaben unmittelbar vor der Tür stehen: die Haushaltsberatungen, bei denen zum Etatausgleich trotz Sparbemühungen immer noch 1,5 Millionen Euro fehlen. Und bislang seien die Konsolidierungsbemühungen auch konstruktiv und in guter Kooperation verlaufen.

Am Dienstag treffen sich alle Fraktionsvorsitzenden mit der Verwaltung, um das weitere Vorgehen auszuloten.

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