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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 23:08 Uhr

Wedels Kick für mehr Toleranz

vom

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Wedel | Frauenquoten werden in der Bundesrepublik heiß und kontrovers diskutiert. Dass man sie auch einfach und erfolgreich umsetzen kann, zeigen die Macher des Wedeler Friedenscups. Denn in jeder der 20 Mannschaften müssen mindestens zwei Frauen antreten, eine von ihnen muss auf dem Platz stehen. "Die Frauenquote hat den Friedenscup vorangebracht", sagt Mitorganisator Hüseyin Inak. "Die Frauen spielen häufig besser und vor allem fairer als die Männer", ergänzt er.

Mehr als 200 Jugendliche aus 14 Bundesländern sowie aus Österreich werden vom 24. bis 26. Mai bei der zwölften Auflage des Turnieres antreten, das dieses Jahr unter dem Titel "Cup der guten Hoffnungen" läuft. Bereits am Freitag startet die Veranstaltung mit dem politischen "Come Together" ab 17 Uhr in der Steinberghalle.

Am Sonnabend um 9 Uhr beginnt das Fußballturnier selbst. Als Gäste haben sich Bürgermeister Niels Schmidt und Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) angekündigt. Breitner stand den Machern des Turniers rund um Initiator Volkan Semih Inak bereits voriges Jahr gegenüber, als der Friedenscup mit dem Integrationspreis ausgezeichnet wurde.

Der Eintritt zum dreitägigen Multikulti-Event ist frei, jedoch erhoffen sich die Macher viele Spenden. Wie in den Jahren zuvor werden die Erlöse des Turniers an verschiedene Stellen gespendet. Ein Teil des Geldes ist für das Friedensdorf international in Oberhausen bestimmt, wo verletzte Kinder aus Kriegsgebieten medizinische Hilfe und menschliche Zuwendung erhalten. Ein anderer Teil des Geldes ist für humanitäre Zwecke in Syrien bestimmt.

Die Erlöse aus dem Getränke-Verkauf werden der DKMS gespendet, um die Typisierungsaktion während des Friedenscups zu unterstützen. Wie berichtet, soll drei Kindern geholfen werden, die an der sogenannten Mittelmeeranämie leiden.

Bürgermeister Schmidt ist stolz auf die Wedeler Erfolgsgeschichte: "Aus einer spontanen und kleinen Idee ist eine große Idee geworden, wo Toleranz gelebt wird und die ihresgleichen sucht." Er lobt das Miteinander während des Events. "Das ist das, was uns alle voranbringt."

Vor zwölf Jahren hat Volkan Inak als Zwölfjähriger den Wedeler Friedenscup unter dem Eindruck des 11. September 2001 als Fußball-Turnier für die Völkerverständigung ins Leben gerufen. Und noch heute beginnt das Turnier mit einer Schweigeminute für die Opfer von Kriegen und Terror.

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