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Wedels Jugendbeirat will vorgezogene Neuwahlen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Einheitlicher Wahltermin für alle Gremien im Land im November / Gemeinsame Medienoffensive macht stark

Der neue Jugendbeirat in Wedel geht die Umsetzung seiner Ideen professionell an. Nach dem ersten erfolgreichen Großevent, dem schulübergreifenden Fußballturnier, für das der Beirat viel positive Resonanz bekam, geht’s beim nächsten Projekt der Jugendlichen um interne politische Belange. Die vier Mädchen und fünf Jungen wollen eine neuerliche Wahl. Das klingt seltsam, wurden sie doch gerade erst im Februar in ihr Amt berufen und haben sie sich doch eben erst zusammengerauft – zu einer aktiven, handlungsfähigen Gruppe. Aber sie haben Gründe.

Die Politik, die der Verkürzung der Amtsperiode und den vorgezogenen Neuwahlen zustimmen muss, wurde von den Jugendlichen eingeladen, damit sie ihre Argumente vorstellen konnten. „Ihre Einladung war erhellend“, sagte Lutz Degener (CDU), Vorsitzender des Fachausschusses Jugend und Soziales dazu in der jüngsten Sitzung. „Über das Thema gab es reichlich Diskussionen in den Fraktionen.“ CDU, SPD, WSI und FDP waren gekommen, nur Grüne und Linke sind der Gesprächsrunde ferngeblieben, berichteten Lucas Harder, Ezgi Piri und Joschka Dammann auf Nachfrage unserer Zeitung.

Wieso soll man einen gut funktionierenden Jugendbeirat auflösen, gaben die Politiker zu bedenken. Um ihn noch schlagkräftiger zu machen durch die Vernetzung mit anderen Beiräten, durch Ideenaustausch und gemeinsame Aktionen, erklärten die drei. Alle Jugendbeiräte im Land haben mit den selben Problemen zu kämpfen: Es ist schwer, Kandidaten zu finden, die sich engagieren wollen. Und die Wahlbeteiligung ist meist extrem niedrig. Um das anzugehen, tat sich 2015 in Schleswig-Holstein eine Initiativgruppe zusammen, die einen landesweiten einheitlichen Wahltermin realisieren wollte. Das bringt Aufmerksamkeit, beispielsweise durch landesweite Werbung auch in überregionalen Kanälen, so die Wedeler Jugendlichen. Eine gemeinsame Auftaktveranstaltung in Kiel sei bereits geplant. „Durch die Werbung können wir auch diejenigen erreichen, die nicht mehr zur Schule gehen“, sagt Harder.

Dem Argument der Politiker, bei einer Neuwahl würden auch immer Aktive aussteigen, widersprechen die drei Beiräte nicht. „Man dünnt aus“, gibt Dammann zu. Doch vor der Wahl im Februar hätten sich Kandidaten gemeldet, die damals noch zu jung waren. „Auf die setzen wir“, sagt Piri.

Einvernehmlich hat der Jugendausschuss dem Rat die Zustimmung zum Antrag des Jugendbeirats empfohlen. Die Neuwahlen würden dann vom 20. bis zum 27. November dieses Jahres stattfinden.

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erstellt am 12.Jul.2017 | 16:00 Uhr

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