Neue Bürgersoftware : Wedels Haushalt gibt es jetzt auf dem Handy

Diagramme und Grafiken erleichtern die Analyse: Susanne Lustig und Christian Dralle (Dritter v. l.),  zentrale Steuerungsstelle, Finanzchef Jörg Amelung (Zweiter v. l.), Stellvertreter Robert Bartels (r.) und Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) realisierten den interaktiven Haushalt für Wedel.
1 von 2

Diagramme und Grafiken erleichtern die Analyse: Susanne Lustig und Christian Dralle (Dritter v. l.),  zentrale Steuerungsstelle, Finanzchef Jörg Amelung (Zweiter v. l.), Stellvertreter Robert Bartels (r.) und Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) realisierten den interaktiven Haushalt für Wedel.

700-Seiten-Werk in aufbereiteter Form jetzt online auf Wedel.de. Die Software kostet 5000 Euro. Der Vorteil ist die intuitive Bedienung für den User.

shz.de von
01. April 2016, 12:30 Uhr

Wedel | Größere Bürgernähe, mehr Transparenz: Wedels Verwaltung geht auf seine Einwohner zu und stellt den Haushalt online. 700 Seiten ist das gedruckte Werk im Din-A  4-Format stark. „Da verliert man leicht die Orientierung“, bekennt Jörg Amelung, Fachbereichsleiter Finanzen, angesichts des Zahlenbergs. Deswegen geht mit der Onlinestellung – als PDF war der Haushalt natürlich bereits schon vorher im Netz zu finden – auch eine Bearbeitung einher. Interaktiv heißt das Zauberwort, das den Benutzer in die verschiedenen Level und Aufschlüsselungen führt.

„Der grundsätzliche Aufbau des Zahlenwerks ist gesetzlich verankert, den können wir nicht verändern“, erklärt Amelung. Deswegen wurde mit zusätzlichen grafischen Darstellungen, Diagrammen, Modellen und Tendenzen für größere Transparenz gesorgt. Die Verwaltung hat sich dafür Software vom Fachunternehmen Interkommunale Vergleichssysteme (IKVS) geholt. 5000 Euro kostete Bereitstellung und Einrichtung. In Schleswig-Holstein biete im städtischen Größenvergleich nur noch Quickborn einen interaktiven Haushalt an. „Wir sind also Vorreiter“, so der Finanzchef. Ab heute ist das Programm auf Wedel.de mit Schnellgriff-Button freigeschaltet.

„Es ist sehr intuitiv zu bedienen“, erklärt Christian Dralle von der zentralen Steuerungsunterstützung. Benutzer können über zwei Ebenen einsteigen: die Produkthirarchie und die Organisationshirarchie. Erstere splittet den Gesamthaushalt über Produktbereiche bis hin zu einzelnen Aufwandsarten auf. Letztere hangelt sich an der Organisation der Verwaltung mit Fachbereichen und Fachdiensten entlang. Zielbeschreibungen und Produktvorblätter aus dem gedruckten Haushalt wurden den Zahlenreihen als PDFs eingehängt. Um eine Analyse zu erleichtern werden sogar Prozentangaben in den Diagrammen bei Cursorberührung in konkrete Zahlen umgewandelt. „Jeder kann sich also leicht die Daten heraussuchen, die er haben möchte“, fasst Amelung die Onlinevorteile zusammen.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen