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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:25 Uhr

Wedels Cup der guten Hoffnungen

vom

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Wedel | Angefangen hatte alles 2001. Nach den Terroranschlägen gegen die USA wollte der damals zwölfjährige Volkan Semih Inak einen Beitrag für den Frieden leisten. Er organisierte ein Hallenfußball-Turnier für Jugendliche aus dem Kreis Pinneberg und Hamburg. Mit großem Erfolg, denn der Friedenscup, auch "Cup der guten Hoffnungen" genannt, erlebte am Wochenende seine zwölfte Auflage, und das mit Rekordbeteiligung: 19 Mannschaften aus 15 Bundesländern sowie ein Team aus Österreich kickten in der Steinberghalle um den begehrten Pokal.

Der Kieler Innenminister Andreas Breitner (SPD), der Inak für dessen Engagement im vorigen Jahr den Schleswig-Holsteinischen Integrationspreis überreichte, ließ es sich nicht nehmen, den Anstoß zum Eröffnungsspiel höchstpersönlich vorzunehmen. Auch Bürgermeister Niels Schmidt und Andreas Dirbach, Vorsitzender des Kreisjugendrings, gehörten zu den Ehrengästen. "Damals hatte niemand gedacht, dass der Friedenscup einmal zu einer so großen Veranstaltung wird", sagte Schmidt. Dirbach sprach von einer "ganz tollen Sache, miteinander friedlich für den Frieden Fußball zu spielen".

Nach einer Schweigeminute, zu der sich die Teilnehmer in der Halle zum einem "Peace"-Zeichen (englisch für Frieden) aufstellten, mussten die Spieler in vier Gruppen zu jeweils fünf Mannschaften antreten. Letztlich wurde jeder Platz ausgespielt, damit alle Teams die gleiche Anzahl an Matches absolvieren durften. Fast alle Kicker hatten ihre eigenen Fangruppen mitgebracht, die die Spieler lautstark anfeuerten. Etliche Mannschaften hatten sich originelle Namen gegeben, etwa "White Tigers", "Cosmopolitans", "Young Lions" und "Super Socca Jins". Aus Wedel war gleich fünf Teams angetreten, darunter das Kinder- und Jugendzentrum (KiJuZ) sowie die "Wedel Allstars", die seit dem Start des Friedenscups mit von der Partie sind.


Zwei Pokale bleiben in der Rolandstadt

Gleich zwei Siegerpokale bleiben in der Rolandstadt, denn in einem spannenden Finale gewann nach einem Siebenmeterschießen das Team "A.R.i.F.", das sich seinen Namen in Anlehnung an den vor zehn Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Wedeler Arif gegeben hat. Zweiter wurde "Champ Ones", ein Verbund aus den neuen Bundesländern, vor den Wedeler Allstars. Der Pokal für die fairste Mannschaft des Turniers ging an die KiJuZ-Kicker.

Die Startgelder sowie die Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken, die im Foyer angeboten wurden, erhalten das "Friedensdorf International" in Oberhausen sowie ein Waisenhaus im Nahen Osten.

Während des Turniers wurde zudem eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) durchgeführt. Zahlreiche Besucher und Spieler ließen sich eine Speichelprobe abnehmen. Mit der Aktion sollen mögliche Spender für die drei Geschwister Kader (14), Sibel (12) und Mustafa (5) aus Hessen, die an der "Mittelmeeranämie", einer seltenen Form von Blutkrebs leiden, gefunden werden. An Spenden für die DKMS wurden 1000 Euro gesammelt.

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