zur Navigation springen

Für eine neue Schule in Fajikunda : Wedelerin unterrichtete Kinder in Gambia

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Entwicklungshilfe: Karin van der Lubbe unterrichtete Kinder in Gambia und will Förderverein gründen. Infoabend am 9. Juli.

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2016 | 17:15 Uhr

Wedel | Nach einem Jahr in Gambia ist Karin van der Lubbe wieder zurück in Norddeutschland. Ihr Bildungsprojekt in der Ortschaft Fajikunda soll jetzt jedoch erst so richtig durchstarten. Die Wedeler Lehrerin ermöglicht derzeit bereits 71 Schülern in Westafrika Englisch sowie Lesen und Schreiben zu lernen. Derzeit noch in einem kleinen Klassenraum auf einem Privatgrundstück. Die langfristige Vision der 51-Jährigen ist eine richtige Schule in Fajikunda.

Dafür braucht van der Lubbe Unterstützer. Die Lehrerin lädt daher für Sonnabend, 9. Juli, zu einem Infoabend in das Gemeindehaus der Johanneskirche Rissen, Raalandsweg 5, in Hamburg, ein. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Van der Lubbe wird ihr Projekt mit einem Diavortrag präsentieren und dabei die Vorgeschichte, die aktuelle Situation und einen Ausblick beschreiben. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch.

Van der Lubbe lebt seit 1997 in Wedel und unterrichtete an der Schule Marschweg in Rissen, bevor sie nach Afrika aufbrach. Bei einer Reise nach Gambia hatte sie den Künstler Lamin Badjie kennengelernt. Schockiert davon, dass der intelligente Mann berichtete, Analphabet zu sein, beschloss van der Lubbe sich für Bildung in Gambia zu engagieren – und das mit Haut und Haaren. Die Pädagogin ließ sich für ein Jahr vom Schuldienst beurlauben, zog nach Fajikunda in ein spartanisches Appartment und baute gemeinsam mit einem Team aus Einheimischen ein Lernprojekt auf.

Nun ist der Aufenthalt vorbei, van der Lubbe wird vorerst von Deutschland aus die Fäden ziehen. „Wir möchten einen Verein gründen, um das Projekt zu etablieren“, so van der Lubbe. Bei der Infoveranstaltung suche man nach Mitgliedern. Außerdem werde sie um Spendengelder werben, derzeit seien kaum noch Mittel vorhanden, um den Ausbau des Projekts voranzutreiben. „Wir möchten zunächst den Unterrichtsbetrieb vor Ort stabilisieren, das Fernziel ist eine richtige Schule“, sagt die Wedelerin.

Es gibt noch viel zu tun

In Fajikunda gibt es noch viel zu tun. Der provisorische Klassenraum ist nicht barrierefrei, es fehlt an Regalen, die Internetverbindung ist wackelig. Langfristig möchte van der Lubbe dem Schulprojekt einen gewissen Grad an Selbstständigkeit ermöglichen. „Wir wollen Nähmaschinen anschaffen, auf denen die Kinder handwerkliche Fähigkeiten erlernen. Die Produkte könnten dann auch auf dem Markt verkauft werden“, so die Lehrerin. Solarzellen auf dem Dach würden Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung geben, mit einem eigenen Brunnen könnte ein Garten bewässert werden.

„Alles was wir bisher erreicht haben, wurde durch ein Netzwerk von Menschen möglich gemacht“, betont van der Lubbe. Die Hilfsbereitschaft sei enorm gewesen. Jetzt sucht die Wedelerin neue Mitstreiter, um den Kindern von Fajikunda auch weiterhin Bildung vermitteln zu können.

Karin van der Lubbe; IBAN: DE98200100200704598209; BIC: PBNKDEFF; Verwendungszweck: Unterricht in Gambia
zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen