Kommunalwahl : Wedeler SPD stellt Kandidaten für die Kommunalwahl auf

Die 16 Direktkandidaten der SPD Wedel, die auch die ersten 16 Listenplätze belegen, sind heiß auf den Wahlkampf.
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Die 16 Direktkandidaten der SPD Wedel, die auch die ersten 16 Listenplätze belegen, sind heiß auf den Wahlkampf.

Landtagsabgeordnete Thomas Hölck freut sich über eine „ausgezeichnete“ Mischung von Jung und Alt sowie Frau und Mann.

shz.de von
19. Januar 2018, 12:00 Uhr

Wedel | Die Wunde, die die Abspaltung einiger Genossen kurz nach der letzten Kommunalwahl gerissen hat, schmerzt die Wedeler Sozialdemokraten noch immer. Das wurde während der jüngsten Mitgliederversammlung der SPD an dem Applaus deutlich, den Erika Balack für ihren Redebeitrag kurz vor der Vorstellung der Direktkandidaten für die nächste Kommunalwahl im Mai erhielt. „Ihr werdet selten persönlich gewählt, der Sitz gehört der SPD“, schrieb sie den Vertretern ins Gewissen. Und sie forderte: „Wenn ihr die Partei verlasst, seid so anständig, den Sitz zurückzugeben.“ Das stieß durchweg auf große Zustimmung.

Weder um die Direktmandate für die 16 Wedeler Wahlkreise noch um die Listenplätze wurde anschließend gerungen. Die Vorauswahl kam ohne Gegenkandidaten und mit in der Regel breiter Zustimmung problemlos durch. „Ausgezeichnet“, lobte der Landtagsabgeordnete Thomas Hölck die gute Mischung aus Jung und Alt, erfahren und frisch dabei sowie aus Frau und Mann, die die Wedeler Genossen diesmal aufgestellt hätten. Hölck leitete die interne Wahl. Von den 16 SPD-Direktkandidaten sind sechs weiblich und fünf Aktivposten bei den Jusos.

Friedhelm Michalke stellte den Genossen das Wahlprogramm vor. Das sei noch nicht gedruckt, „aber wir sind auf einem guten Weg“, bekannte er. Hauptthemen im Wahlkampf sollten Mobilität, Familie und Beruf, Stadtentwicklung und Umwelt werden. Aber auch zu den Bereichen Senioren, Sicherheit, Smart City und Finanzen wolle sich die SPD positionieren. „Das Thema Senioren spielt auf jeden Fall eine wichtige Rolle“, erläuterte Michalke. Schon allein deshalb, weil so viele andere Themen wichtige Bezüge dazu hätten. Das Topthema sei bewusst mit dem Oberbegriff „Mobilität“ überschrieben und nicht einfach „Verkehr“ benannt, denn es gehöre weit mehr als Verkehrslenkung dazu. Neben dem Auto müsse man unbedingt auch die Fahrradfahrer und die Fußgänger bedenken. Verbesserter ÖPNV, Barrierefreiheit und mehr Parkplätze sind weitere Forderungen, die unter das Thema fallen.

Zum Schluss der langen Sitzung wurde noch über einen Antrag der Jusos debattiert, den diese kurzfristig eingereicht hatten. Der Nachwuchs wollte, dass sich der SPD-Ortsverein gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU / CSU ausspricht und auch die Deligierten zum Bundesparteitag auffordert, dagegen zu stimmen. Die Enttäuschung über die Sondierungsergebnisse sind groß, wurde in der Diskussion deutlich. Die Mehrheit der SPD-Ortsmitglieder war dennoch für Verhandlungen. Nicht nur wegen der Chance auf Nachbesserungen. Vor allen Dingen wegen des Versprechens der Parteispitze, die Basis über die Verhandlungsergebnisse abstimmen zu lassen.

Listenplätze und Wahlkreise der Kandidaten: Sophia Jacobs-Emeis (Listenplatz 1/Wahlkreis 4), Lothar Barop (2/16), Heidi Keck (3/2), Wolfgang Rüdiger (4/15), Claudia Wittburg (5/12), Rüdiger Fölske (6/14), Gaby Ulm (7/9), Manfred Eichhorn (8/10), Meltem Adal (9/7), Friedhelm Michalke (10/8), Stefanie Klintworth (11/3), Florian Klever (12/13), Laureen Lotter (13/1), Lars Arne Klintworth (14/6), Dennis Lobeck (15/5), Tobias Niemeyer (16/11), Kerstin Lueckow (17/–), Gerrit Baars (18/–), Lothar Kassemek (19/–), Lorenz Mohr (20/–), Ursula Grabbert (21/–), Lutz Lotter (22/–), Norman Rothe (23/–), Claus-Harald Güster (24/–), Erika Balack (25/–), Thomas Ferenz (26/–).
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