Waren auf Rechnung bestellt : Wedeler Polizei stoppt 18.000-Euro-Betrug

Eine Firmenmitarbeiterin hat zuvor einen ersten Verdach geschöpft. Ermittler stellen mit einem Scheinpaket eine Falle.

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23. Oktober 2018, 18:10 Uhr

Wedel | Der Plan war wohl überlegt: Der Täter bestellte Waren im Wert von 18.000 Euro auf Rechnung und gab dabei vor, im Namen „der Universität Berlin“ zu handeln. Dabei ließ er die Bestellung aber an eine Adresse im bayerischen Pfaffenhofen schicken lassen, um sie dann, so der Verdacht der Polizei, in Empfang zu nehmen, ohne die Rechnung zu begleichen. Aber Dank einer aufmerksamen Mitarbeiterin der Wedeler Firma und einer Falle der Ermittler im Kreis Pinneberg wurde der mutmaßliche Betrug gestoppt.

Wie die Polizei mitteilte, hatte die Mitarbeiterin der Firma in Wedel am 18. Oktober der Polizei den entscheidenden Tipp gegeben, nachdem die Bestellung des 33-Jährigen eingegangen war. „Ungewöhnlich erschien nicht nur der hohe Warenwert, sondern auch die Lieferadresse“, wie Polizeisprecher Nico Möller mitteilte. Der Auftraggeber habe zwar im Namen der Uni Berlin bestellt, als Lieferadresse jedoch eine Anschrift in Pfaffenhofen angegeben.

Die Wedeler Polizei nahm daraufhin Kontakt zu ihren Kollegen in der oberbayerischen Ortschaft auf. Dann wendeten die Ermittler einen Trick an: Sie gaben ein Scheinpaket mit werlosem Inhalt – Kataloge, die in etwa so schwer waren, wie die bestellte Ware – auf den Weg. Und als der 33-Jährige das Paket am Montagmorgen in Pfaffenhofen in Empfang nehmen wollte, war auch die Polizei vor und griff zu. Was genau in dem Paket war, wollte die Polizei auf Nachfrage nicht mitteilen. Es habe sich aber „ungefährliche Gegenstände gehandelt“, wie es von Nico Möller hieß. Nach einer Vernehmung des 33-Jährigen am Vormittag desselben Tages entdeckten die Ermittler aus Oberbayern bei der folgenden Durchsuchung der Wohnung des Mannes unter anderem mehrere Mobiltelefone. „Derweil wird geprüft, ob die Geräte zuvor ebenfalls betrügerisch erworben worden waren“, sagte Möller. Nach ersten Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass der Verdächtige nicht als der eigentliche Besteller der Ware fungierte, sondern nur sogenannter Paketagent war.

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