Schule : Wedeler GHS-Schüler beim europäischen Kunst-Wettbewerb ausgezeichnet

Die Elftklässler zeigen ihre sechs prämierten Arbeiten.
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Die Elftklässler zeigen ihre sechs prämierten Arbeiten.

Die Oberstufenschüler der Gebrüder-Humboldt-Schule zeigen in ihren Arbeiten die Bedeutung und des Wert Europas.

shz.de von
18. Mai 2018, 13:43 Uhr

Wedel | Seit 2013 ist die Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) jedes Jahr dabei, wenn der Europäische Wettbewerb zur Teilnahme aufruft – und jedes Jahr gibt es Auszeichnungen für die Schüler als Lohn. Auch bei der diesjährigen Runde räumten die Mädchen und Jungen der 6. Klassen sowie des 11. Jahrgangs zahlreiche Preise ab. Drei künstlerische Arbeiten der Sechstklässler wurden bereits in der vergangenen Woche im Kreishaus gewürdigt. Noch-Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) kam jetzt nach Wedel, um auch die sechs Beiträge der Oberstufenschüler auszuzeichnen.

„Politik soll in Bildung investieren.“

„Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass jungen Leuten Europa nahegebracht wird“, bestärkte er die Intention des Kunstwettbewerbs. Was der Kreispräsident mit „diesen Zeiten“ meinte, machte er anschließend unmissverständlich klar: „Einige Länder bewegen sich nach rechts, Europa droht auseinander zu driften“, konstatierte Tiemann. Um so wichtiger sei es, die Jugend für das Thema zu sensibilisieren. „Für Schüler wird es immer wichtiger, sich innerhalb Europas weiterzubilden. Die Lebenschancen wachsen nämlich proportional zum Wissen“, machte er den Schülern klar. Und forderte an die Adresse der Entscheidungsträger: „Politik soll in Bildung investieren.“

Puzzle als Sinnbild für Zusammenhalt – auch wenn jeder anders ist

Dann ließ er sich die einzelnen Bildern von den Schülern ganz genau erklären. In den beiden GHS-Kunstkursen hatten sich die Elftklässler diesmal jeweils für zwei unterschiedliche Themen aus dem Pool des Wettbewerbs entschieden. Besonders überzeugend darunter eine Gruppenarbeit zum Thema „Vielfalt macht stark“. Vier Mädchen hatten ein Foto ihrer Klasse aufgenommen und es zu einem Puzzle verarbeitet. Das Besondere daran war der Umgang mit den einzelnen Puzzleteilen. Jedes Element gestalteten die Schülerinnen in einer anderen Art und Weise, bildeten das Motiv darauf in einem anderen Stil ab. Mal war die Darstellung gezeichnet, mal getuscht, mal wurde der Bleistift, mal die Feder benutzt, oder die jungen Künstlerinnen nahmen den Fotoausschnitt selbst. Wir sind eins, aber jeder ist unterschiedlich, das solle das Puzzle in verschiedenen Stilen ausdrücken, erklärten die Schülerinnen.

Kreativ lernend Europa entdecken und mitgestalten – das ist das selbstgesteckte Ziel des Europäischen Wettbewerbs, der 2018 zum 65. Mal stattfindet. Mit jährlich 85.000 Teilnehmern an bundesweit rund 1.200 Schulen ist er seit dem Gründungsjahr 1953 nicht nur der älteste, sondern auch einer der renommiertesten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Die Förderung tragen das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Auswärtige Amt, die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Kultusverwaltungen der Länder. Ein von der KMK eingesetzter Lenkungsausschuss bestimmt die Richtlinien des Wettbewerbs. Trägerverein ist die Europäische Bewegung Deutschland. Die Schirmherrschaft hat der Bundespräsident übernommen.

Weitaus mehr Auszeichnungen gab es zum Thema „Vom Hofmaler zum Selfie“, mit dem laut Wettbewerb hinterfragt werden sollte, wie die Selbstinszenierung die europäische Gesellschaft verändert. Sehenswürdigkeiten rückten in den Hintergrund. „Ich war da“, mit der Betonung auf das Pronomen, laute vielfach die Botschaft, so die Bildaussagen der Schüler.

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