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Neujahrsempfang : Wedel zeigt sich bunt und harmonisch

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Ehrennadeln für Birgit Müller und Brigitte Napiwotzki wurden auf der Veranstaltung verliehen.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Wedel | Trachten, wie sie das Straßenbild im 18. Jahrhundert prägten, daneben ein internationaler Chor mit Sängern aus aller Welt, ein Stück weiter ein Verkaufsstand, an dem die Nähgruppe der Flüchtlinge und Asylsuchenden eigene Handarbeiten für wohltätige Zwecke verhökerte und aus allen Kehlen schließlich in vereinender Harmonie die deutsche Nationalhymne erklingen ließ. Lauter Schlaglichter vom Neujahrsempfang im Rathaus, bestens geeignet, das Leben der Stadt zwischen gestern und morgen zu illustrieren.

Der Ratssaal füllte sich früh. Und schon intonierte der Chor den ersten Kanon: Dona Nobis Pacem – Gib uns Frieden. Keine andere Bitte wäre diesem Jahresbeginn angemessener gewesen. Bei der zweiten Nummer, Let Us Sing Together, durfte auch das Publikum mit einstimmen. Dann hatte Stadtpräsidentin Renate Palm (WSI) das Wort.

Angesichts der vielen Ehrengäste unter den Zuhörern – darunter die Altonaer Bezirksamtsleiterin Liane Melzer und der Bürgermeister der Patenstadt Wolgast, Stefan Weigler – fiel es der Stadtpräsidentin nicht leicht, alle wichtigen Persönlichkeiten formgerecht zu begrüßen. Doch der Philosoph Christian Wolff hatte für solche Situationen schon 1721 eine Lösung empfohlen, mit der sich Palm aus der Klemme half: „Nach Stand und Würden allseits hochgeehrtes Publikum“, tat sie es dem Vordenker nach, und schon erntete sie den ersten Applaus.

Unter den vielen, denen die Rednerin Dank zollte, nahmen wenige Wochen vor der Bürgermeisterwahl die ehrenamtlichen Politiker in den städtischen Gremien einen wichtigen Platz ein. Dann beschwor Palm Wedels Bürger, am 28. Februar ihr Wahlrecht wahrzunehmen und so ihren Einfluss auf die Zukunft der Stadt geltend zu machen.

Gesunde Haushaltslage

Die Herausforderungen zur Bewältigung des Flüchtlingsansturms und die Abwehr von Intoleranz und Rassismus waren weitere Themen in der Ansprache der Stadtpräsidentin. Mit Genugtuung hob sie die gesunde Haushaltslage der Stadt hervor. Und besonders wichtig war es ihr, die freiwillig und ehrenamtlich erbrachten Leistungen der Bürger ins rechte Licht zu rücken.

Dank für ehrenamtliches Engagement war auch ein hervorragendes Anliegen von Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos), der als Nächster ans Rednerpult trat. Zugleich warb er für eine Verbesserung des politischen Klimas. „Lassen Sie uns zu der Gemeinsamkeit zurückkehren, die diese Stadt stark gemacht hat“, warb er angesichts des rauher gewordenen Tons im politischen Geschäft. Er schloss mit einer positiven Bilanz seiner beiden Amtszeiten als Rathauschef.

Ehe es nach den Reden zum Sektempfang ins Rathaus-Foyer ging, baten die Stadtpräsidentin und der Bürgermeister Birgit Müller und Brigitte Napiwotzki auf das Podium, um ihnen die Ehrennadeln der Stadt zu überreichen. Möller wurde für ihr 15-jähriges Engagement im Förderkreis Krankenhaus, insbesondere für die Ausrichtung des jährlichen Förderlaufs, ausgezeichnet. Napiwotzki hat als selbst Betroffene 25 Jahre lang die Arbeitsgruppe Wedel der Deutschen Rheuma-Liga geleitet und gehört auch heute noch dem Vorstand der Gruppe an.

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