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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. November 2017 | 09:42 Uhr

Wedel: Willkommen für 304 Erstklässler

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

EinschulungABC-Schützen in drei Einrichtungen feierlich begrüßt

105 ABC-Schützen, genug für fünf Klassen, drängten zu ihrem ersten Schultag in die Moorwegschule. Gut 40 für die ersten zwei Klassen waren um neun Uhr dran, mehr als 60 Kinder versammelten sich um 11 Uhr in der Aula der Schule. Sie hatten Eltern, Großeltern, Paten, Geschwister und manchmal auch Nachbarn im Schlepptau. Da war kein freier Platz übrig, als Sabine Foßhag das Mikrofon zur Begrüßungsansprache ergriff. Sie machte den Kindern den Mund richtig wässrig mit ihrer Schilderung all der aufregenden Dinge, die den Neuen jetzt bevorstehen. Auf die Frage, ob sie denn auch was lernen wollten, erntete die Schulleiterin aus vielen Kehlen prompt ein enthusiastisches „Ja!“.

Was passiert, wenn man nicht lernt, zeigte Klasse 4  d den neuen Mitschülern in ihrem Theaterstück vom Löwen, der nicht lesen und schreiben konnte. Der König der Tiere brauchte dringend einen Liebesbrief an seine Angebetete. Er fand zwar willige Helfer, aber die schrieben natürlich nach ihrem jeweiligen Geschmack. Der Affe versprach eine Klettertour in die Palmen zum Bananen-Picknick. Der Mistkäfer malte auch aus, wie schön man als Liebespaar eine Mistkugel rollen kann. Schließlich sah der Löwe ein, dass er erstmal selbst zum Lernen in die Schule gehen sollte. Nach dieser Einstimmung ging es in die Klassenräume. Die Kinder bekamen ihre Sitzplätze und lernten ihre Lehrerinnen kennen.

In der Albert-Schweitzer-Schule wurden die Erstklässler bereits auf dem Schulhof begrüßt, das hat Tradition. 99 Erstklässler suchten hier nach dem Bild ihres Klassentiers, das die jeweiligen Lehrerinnen und Erzieherinnen hochhielten, um Namensschilder an ihre ABC-Schützen verteilen zu können. In der Tür zur Mensa, in der die Einschulungsfeier stattfand, begrüßte dann Schulleiterin Silke Binger noch einmal jedes Kind einzeln.


Mutig sein bedeutet für jeden etwas anderes


So musste sie, als es schließlich losging, nicht viele Worte machen. Mit einem freundlichen „Wir freuen uns schon lange auf euch und begrüßen euch herzlich“ übergab sie an die vierten Klassen, die ein Theaterstück mit Musik und Gesang vorbereitet hatten. Das handelte vom mutig sein. Maus, Schnecke und Frosch trauten sich alle etwas, was sie nicht gut konnten und waren mächtig stolz, wenn sie es geschafft hatten. Auch der Spatz traute sich etwas: sich zu verweigern. „Ich mache nicht mit“, sagte er. Und setzte ein selbstbewusstes „Freunde verstehen das“ hinzu. Die stimmten ihm fröhlich zu.

„Worauf freut ihr euch denn am meisten?“ Mutig reckten sich viele kleine Ärmchen vor Susanne Bechler, Leiterin der Altstadtschule, in die Höhe: „Mathe“ ließ Jannik wissen. Sein Sitznachbar hatte es mehr mit Sport – ein klarere Favorit bei den ABC-Schützen, die in der Aula ihrer ersten Stunde entgegenfieberten. Kunst, Deutsch: Am Ende war fast alles dabei, nur eines nicht: „Keiner hat Pausen gesagt“ stellte Bechler amüsiert und verwundert fest. „Doch, ja“, schallte es ihr darauf vielstimmig entgegen. Zunächst jedoch galt die Freude, häufig gemischt mit einer gehörigen Portion Aufregung, der ersten Stunde, die 100 Jungen und Mädchen in vier neuen ersten Klassen der Altstadtschule gestern erlebten. Freude empfinde auch sie selbst jedes Jahr aufs Neue, wenn sie die rosigen Wangen und großen Augen sehe, die dem, was kommt, erwartungsvoll entgegenblicken, sagte Bechler. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen, dem Schulchor sowie den Klassen 3  a und 3  c, die das Mini-Musical „Vom Lachen, Streiten und Verzeihen“ aufführten, sorgte sie für einen festlichen Rahmen, bevor die Kleinen erstmals in ihre neuen Klassen geführt wurden.



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