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Kaum noch genutzt : Wedel will die Radboxen schließen

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Drastischer Nutzungsrückgang nach Einführung der Gebührenpflicht in der P&R-Anlage. Kosten nicht einmal zur Hälfte gedeckt.

Wedel | Park and Ride nicht nur für Autos, sondern auch für Fahrräder: Mit dieser Idee ist Wedel 1992 an den Start gegangen und hat 54 abschließbare Radboxen in der P&R-Tiefgarage gebaut. 2009 hat die Stadt nochmal nachgelegt mit zehn Einzelboxen neben den Bahnsteigen an der Auweide. Jetzt will sich Wedel von der Idee und den Boxen verabschieden.

Wie die Autostellflächen war das Angebot zunächst kostenfrei – mit entsprechender Resonanz: Bis Ende 2013 waren laut Stadt zumindest auf dem Papier alle Boxen belegt. Dann kam die Gebühr. 135 Euro Kosten per anno pro Box. Die Folge: Das Interesse an der Nutzung ist drastisch zurückgegangen. Lediglich die Hälfte der vergitterten und abschließbaren Fahrrad-Garagen sei per Ende 2014 noch belegt gewesen. Ein Nutzungsrückgang, der nicht ohne Konsequenzen bliebt. Die Kalkulation der Stadt, durch 100 Prozent Kostendeckung das Angebot nicht länger zu Lasten des Gesamthaushalts vorzuhalten, platzte. Statt der erwarteten 8000 Euro werden für 2015 lediglich noch 3483 Euro erwartet. Zur Kostendeckung müsste die Gebühr annähernd verdoppelt werden. Eine Steigerung, die nach Verwaltungseinschätzung von den Nutzern nicht akzeptiert wird. Die Verwaltung schlägt daher vor, die Vergabe der Boxen einzustellen. Ein entsprechender Vorschlag wird morgen ab 18 Uhr im Rathaus im Bauausschuss diskutiert. Wie die Flächen dann genutzt werden könnten, ist offen. Möglicherweise nach Rückbau der Gitter als einfache Radstellplätze, heißt es in der Vorlage.

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erstellt am 30.Sep.2015 | 10:00 Uhr

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