Umweltschutz : Wedel will Bäume besser schützen

Die Stadt Wedel möchte ihre Baumschutzsatzung ändern.
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Die Stadt Wedel möchte ihre Baumschutzsatzung ändern.

Die Stadt möchte ihre Baumschutzsatzung überarbeiten. Geplant ist die Ausweitung auf Pappeln, Birken und Weiden.

shz.de von
18. Januar 2018, 17:00 Uhr

Wedel | Es ist ruhig geworden um ein früheres Reizthema: Wedels Baumschutzsatzung. Das dürfte sich bald ändern. Die Stadt arbeitet aktuell an einer Neufassung. Ein Ziel: Es sollen mehr Bäume als bisher unter Schutz gestellt werden. Und der Geltungsbereich der Satzung soll auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden.

Auf 2008 ist die jüngste Fassung datiert, die als Schutzzone lediglich den bebauten Bereich und den Geltungsbereich von B-Plänen umfasst. Derzeit werden Fällungen von Laubbäumen mit 1,5 Meter Stammumfang gemessen in einem Meter Höhe untersagt. Ausgenommen sind die schnell wachsenden Gehölze Pappeln, Weiden, Birken und Erlen sowie alle Nadel- und Obstbäume. Künftig, so die Planung, sollen auch Pappeln, Weiden und Birken geschützt werden, erklärte Stadtsprecher Sven Kamin auf Tageblatt-Anfrage. Zudem ist auch das bisher geltende Mindestmaß von 1,5 Meter Umfang auf dem Prüfstand. Und: Ordnungswidrigkeiten, die sich aus den Regelungen der Baumschutzsatzung ergeben, sollen besser geahndet werden können.

Bürger werden beteiligt

Anlass für eine Überarbeitung: Die Stadt will ihre bisherige Satzung nach Angaben von Kamin auf einen rechtssicheren Stand bringen, sprich den zwischenzeitlich erfolgten Veränderungen in der Rechtsprechung Rechnung tragen. Ein erster Entwurf liege bereits vor und werde derzeit juristisch geprüft. Laut Stadt muss die Neufassung der Baumschutzsatzung dann nicht nur die Gremien passieren, sondern es wird auch eine öffentliche Auslegung zwecks Bürgerbeteiligung geben.

In einer Pressemitteilung informiert die Stadt, dass die Fällsaison für diesen Winter am 28. Februar endet. Ist geplant, Bäume zu fällen, die der aktuell geltenden Wedeler Baumschutzsatzung unterliegen, müssen Fällgenehmigungen eingeholt werden. Die Verwaltung macht zudem darauf aufmerksam, dass vom 1. März bis 30. September außer einer Fällgenehmigung ein Artenschutzgutachten einzuholen ist, welches zusätzliche Kosten verursacht. Dieser Zeitraum diene dazu, Vögel vor übermäßigen Störungen beispielsweise durch Zerstörung von Nestern und Nistmöglichkeiten zu schützen. Dieser Artenschutz sei grundsätzlich jedoch auch während der Fällsaison zu gewährleisten.

Informationen über die Regelungen der Baumschutzsatzung, Fällanträge und Artenschutz erteilt Bettina Parscyk im Rathaus Wedel, zu erreichen unter der Telefonnummer (04103) 707335.
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