Bauprojekt am Kirchstieg : Wedel vertagt Verkauf

Gestern hätte der Kaufvertrag für das Grundstück zwischen Rudolf-Höckner-Straße und Gau-Heim unterzeichnet werden müssen. Das ist nicht passiert.
Darum geht es: Das Grundstück zwischen Rudolf-Höckner-Straße und Gau-Heim.

Wer erhält den Zuschlag? Udo Möller oder Joachim Rehder? Die Entscheidung über den Millionen-Deal soll noch im Dezember fallen.

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27. November 2013, 12:00 Uhr

Wer bekommt wann zu welchem Preis das 7000 Quadratmeter große Stadtgrundstück am Kirchstieg? Das Fragezeichen steht auch nach der jüngsten Ratssitzung hinter dem Millionen-Geschäft. Obwohl laut Ratsbeschluss vom Frühjahr die Verhältnisse eigentlich geklärt schienen. Und obwohl andererseits Grüne, Linke und SPD gehofft hatten, mit der Sitzung des Stadtparlaments zu mehr Klarheit zu gelangen. Die wird es jetzt frühestens im nächsten Planungsausschuss am Dienstag, 3. Dezember, geben.

Dann nämlich soll der geplante Grundstücksverkauf mit dem Ziel, Geld in die klammen Stadtkassen und zumindest ein wenig mehr Luft am engen Wedeler Wohnungsmarkt zu bekommen, erneut diskutiert werden. Rot-Rot-Grün wollte da schneller vorankommen und das Thema per interfraktionellem Dringlichkeitsantrag bereits in der Ratssitzung behandeln.

Hintergrund: Wie berichtet hatte Udo Möller, der das Projekt alter Ochsenmarkt mit 40 Wohnungen, teils mit öffentlichen Fördermitteln gebaut und inklusive Wohnprojekt, nicht wie gefordert bis 15. November unterschrieben. Sein Standpunkt: Die Stadt muss sich bewegen, was Unstimmigkeiten in Sachen zulässige Wohnfläche und Zufahrt angeht (wir berichteten). Eine Einschätzung, die die Verwaltung nicht teilte.

Mit Beginn der vergangenen Woche wäre damit Joachim Rehder als Zweitplatzierter des Bieter-Auswahlverfahrens am Zug gewesen. „Die könnte jedoch Konsequenzen zum Schaden der Stadt Wedel nach sich ziehen“, hieß es in dem Antrag, der rechtliche Bedenken anführt und auf Mindereinnahmen hinweist: Möller hat 1,8 Millionen, Rehder 1,6 Millionen Euro geboten. Dennoch sah die Ratsmehrheit die Dringlichkeit des Antrags als nicht gegeben an – und verwies das Thema in den Ausschuss.

Auf Nachfrage sagte Bürgermeister Niels Schmidt: Trotz des Ratsvotums vom Frühjahr werde es nun vorerst keine Verkaufsverhandlungen geben. Er gehe jedoch dennoch davon aus, dass das Geschäft noch in 2013 über die Bühne geht. Die Stadt bereite die Verträge entsprechend vor.

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