Umfahrung : Wedel treibt die Planung weiter voran

Die Ausschreibung wird versendet. 720.000 Euro werden veranschlagt.

shz.de von
18. Februar 2015, 12:15 Uhr

Wedel | Die Prognosen stehen nicht gut, was eine Finanzierung der Altstadtumfahrung über den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) angeht: Zuletzt war es SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann, der diese Einschätzung abgab. Wedel hält dennoch an dem Projekt fest, das seit mehr als fünf Jahrzehnten auf der Agenda ist. Aktuell gehen Ausschreibungen für die Planung der Nordumfahrung raus.

Die Rolandstadt setzt dabei weiter auf den großen Wurf. Laut dem europaweiten Verfahren soll der Neubau der Straße zwischen Autal und Holmer Straße inklusive Bahntunnel geplant werden. Eine notwendige Voraussetzung, damit das Land das Planfeststellungsverfahren für die Bundesstraßenverlegung beantragen kann. Wenn es denn grünes Licht vom Bund gibt, bei dem Schleswig-Holstein den Umgehungs-Bau in der Kategorie „vordringlicher Bedarf“ angemeldet hat.

Und wenn nicht, weil eben doch zu viele zu teure Projekte im BVWP sind? Dann greift Plan  B, wie Bauamtsleiter Klaus Lieberknecht auf Anfrage erläutert. Bedeutet: Die Stadt realisiert Teilabschnitte die die Nordtangente zwischen Pinneberger und Holmer Straße sowie die S-Kurve von Autal zur Pinneberger Straße in Eigenregie. Auch dafür braucht es die jetzige Vorplanung. Nur werde Wedel dann Teile abspecken, etwa die Bahnquerung, und einzelne Abschnitte ruhen lassen, bis eine Realisierung in Aussicht steht. Die Stadt setzt also weiter auf die Zwei-Wege-Strategie. 720.000 Euro sind für die Umfahrungs-Planung vorgesehen.

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