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Moorwegschule : Wedel Stadt muss die Sporthalle sperren

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Von unten drückt das Wasser in den Raum. Turnunterricht bis auf weiteres im Ausweichquartier Pestalozzischule.

shz.de von
erstellt am 20.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | Der Schrecken kommt für die Moorwegschule noch kurz vor den Sommerferien ins Haus geschneit: Die Schule muss ihre Sporthalle schließen. Aller Wahrscheinlichkeit nach für länger, denn die Ursache des Schadens ist noch nicht gefunden. Fest steht nur, dass von unten Wasser in Richtung Hallenboden drückt.

Festgestellt wurde das Malheur im Zuge der jährlichen routinemäßigen Überprüfung der Turnhalle, berichtet Schulleiterin Sabine Foßhag auf Nachfrage unserer Zeitung. Als die Gutachter die Reckstangen aus ihrer Verankerung nahmen, hätten sie das stehende Wasser in den Vertiefungen bemerkt. Die Halle wurde sofort abgesperrt, die Eltern in einem Infobrief unterrichtet.

Woher die Nässe kommt, ob es Grundwasser oder abgeleitetes Wasser ist, stehe noch nicht fest, erläutert Burkhard Springer vom Fachdienst Bildung, Kultur und Sport. Sicher sei aber, dass der Hallenboden komplett raus muss. Auch Sportgeräte müssten wohl ersetzt werden, so seine Einschätzung. Viele von ihnen seien allerdings sowieso bereits alt. Gefahr für die Schüler habe nicht bestanden. Die Begründung für die Sperrung laute „ungesundes Raumklima“, berichtet Springer.

Ursache noch unklar

Die Untersuchungen dauern an. Nicht nur dazu, welchen Schaden das Wasser bereits in den Wänden, im Gebäude und in der Atemluft der Halle angerichtet hat, sondern auch in Bezug auf dessen Ursprung. Für die Moorwegschule sind die Sommerferien ein Aufschub ihres neuen Problems, das jedoch sicher im neuen Schuljahr immer noch auf dem Tapet steht. „Wir weichen in die Pestalozzischule aus“, kündigt Foßhag an. Vor wenigen Tagen war dort Entlassung des letzten Jahrgangs. Die gesamte Förderschule ist abgewickelt, ihre Sporthalle also vormittags frei.

Weil die Laufstrecke vom Breiten Weg ins Autal für die Schüler der Moorweggrundschule Zeit kostet, müssen die im Lehrplan stehenden zwei Sportstunden künftig erst einmal als Doppelstunden organisiert werden. Dann gehe von den 90 Minuten immer noch kostbare Unterrichtszeit für den Weg ab, aber die Schulleiterin ist erleichtert, dass der Sport überhaupt stattfinden kann. „Wir sind froh, dass wir die Ausweichmöglichkeit haben“, bekennt Foßhag.

Schwieriger wird es für die vielen Sportgruppen der Vereine, die die Moorweghalle nachmittags und abends nutzen, erklärt Springer. Hier heißt es umverteilen. Die Stadt setze auf vereinsinterne Solidarität. „Im Sommer geht es wohl noch“, so der Fachdienstleiter. Da werde viel draußen trainiert. Kompliziert wird’s dann im Winter: „Da ballt es sich“, prognostiziert Springer. Probleme mit eindringendem Wasser hat die Stadt nicht nur in der Moorwegschule. Auch die Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Dort ist das große Flachdach undicht.

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