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Nacht der Kerzen : Wedel setzt ein Zeichen für die Opfer von Hiroshima

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die „Nacht der 100.000 Kerzen“ beginnt um 19.45 Uhr vor dem Mühlenteich mit dem gemeinsamen Basteln der Lotosblüten.

Wedel | Seit Jahrzehnten lassen die Wedeler Friedensaktivisten nicht locker, an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zu erinnern und vor nuklearer Bedrohung zu warnen. Auch in diesem Jahr, der 72. Wiederkehr der Katastrophe. Gemeinsam mit dem Friedensnetzwerk Pinneberg ruft die Friedenswerkstatt Wedel dazu auf, am Sonnabend, 5. August, bei der „Nacht der 100.000 Kerzen“ mitzumachen.

Am 6. August 1945 warfen die Amerikaner die Atombombe über Hiroshima ab. 80.000 Menschen verbrannten sofort durch den bis zu eine Million Grad heißen Feuerball. 200.000 Opfer verendeten noch im selben Jahr durch Verbrennungen sowie die Folgen der nuklearen Explosion. Und sogar noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung. Mit Gedichten, Informationen und Liedern soll die Kerzen-Aktion das Gedenken wachhalten. Gleichzeitig wollen die Veranstalter aber auch ein Zeichen setzen. Sie fordern die Abschaffung der Atomwaffen und das Abschalten der Atomkraftwerke. Denn auch die friedliche Nutzung der Atomenergie birgt Gefahren und produziert täglich Müll, für dessen Entsorgung es keine Lösung gibt.

Die „Nacht der 100.000 Kerzen“ beginnt um 19.45 Uhr vor dem Mühlenteich mit dem gemeinsamen Basteln der Lotosblüten. Beschichtetes Papier wird dafür so gefaltet, dass sich ein Blütenkopf ergibt, der in der Mitte ein Teelicht aufnehmen kann. In Anlehnung an die asiatische Tradition werden die erleuchteten Lotosblüten auch in Wedel am Schluss der Veranstaltung auf den See gesetzt. Das erinnert daran, dass viele Verbrennungsopfer in Japan vor Verzweiflung ins Wasser sprangen.

Um 20 Uhr begrüßt Friedensaktivistin Irmgard Jasker die Gäste. Anschließend werden Gedichte vorgetragen, Friedenslieder gesungen und Zeitzeugenberichte aus Hiroshima verlesen. Ein Vertreter der Ärzte gegen Atomtod referiert über den Stand der atomaren Bedrohung. Die Friedensandacht hält Katrin Groth aus der Immanuelkirchengemeinde. Die Lichterprozession beschließt als End- und Höhepunkt die Gedenkfeier.

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erstellt am 21.Jul.2017 | 12:00 Uhr

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