Projektentwickler Bonava : Wedel: Pläne für 127 Wohnungen an der B431

Dienstagabend haben Bonava-Vertreter und Architekten erste Entwürfe für eine mögliche Bebauung an der B 431 im Planungsausschuss vorgestellt.

Dienstagabend haben Bonava-Vertreter und Architekten erste Entwürfe für eine mögliche Bebauung an der B 431 im Planungsausschuss vorgestellt.

Neue Konzepte für Jet-Tankstellen-Grundstück in der Rissener Straße liegen vor.

shz.de von
19. April 2018, 12:00 Uhr

Wedel | Auf dem Papier sind schon ganze Hochhäuser mit neuen Wohnungen auf dem Grundstück der ehemaligen Jet-Tankstelle in der Rissener Straße 101 neben der Famila-Zufahrt emporgewachsen. Tatsächlich passiert ist nichts. Das will Bonava, nach eigener Auskunft Projektentwickler für preisgünstigen Wohnraum mit Deutschlandsitz in Fürstenwalde, ändern. Ende 2017 hat das Bau- und Immobilienunternehmen das knapp 6000 Quadratmeter große Grundstück erworben. Dienstagabend haben Bonava-Vertreter und Architekten erste Entwürfe für eine mögliche Bebauung an der B 431 im Planungsausschuss vorgestellt, in der Hoffnung auf ein Ja für einen vorhabenbezogenen B-Plan.

Und die nehmen sich deutlich moderater aus als etwa das Konzept von 2012, als von 13-bis 14-geschossigen Wohntürmen die Rede war. Drei Gebäudekomplexe zeigt die Skizze aus dem Hamburger Büro Siebrecht Münzesheimer Architekten: Vier Vollgeschosse weist der vordere Baukörper direkt an der Straße auf. Im rückwärtigen Bereich sind es sechs Vollgeschosse bei einheitlicher Höhe. Ein Umstand, der dem starken Gefälle des Geländes von der B 431 in Richtung S-Bahntrasse geschuldet ist. Insgesamt 127 Wohnungen sehen die Planer nach aktuellem Stand vor, die die 30-Prozent-Klausel für öffentlich geförderten Wohnraum berücksichtigen wollen. Das Erdgeschoss zur Straße soll Gewerbe oder ähnlicher Nutzung vorbehalten sein. Derzeit denke man etwa über eine Kindertagesstätte nach. Die Zufahrt zu der Wohnanlage, die über eine Tiefgarage verfügen soll, ist über die angrenzende Straße zum Famila-Zentrum geplant.

Die Bonava-Vertreter ließen zudem durchblicken, dass sie „stadträumlich weiterdenken“: So gehen planerische Überlegungen auch in Richtung Nachbargrundstücke, sprich den gesamten Block zwischen Familazufahrt, Voßhagen, B 431 und Bahngleis. Erste Kaufgespräche würden bereits laufen.

Unsicherheitsfaktor zweiter S-Bahnhof

Informationen, die Grüne und FDP aufhorchen ließen. Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke gab zu bedenken, dass ein zweiter S-Bahnhof, dessen Bau Wedel seit Jahren forcieren möchte, bei einer Bebauung des gesamten Blocks dann lediglich über die Famila-Zuwegung zu erschließen sei. Martin Schumacher, planungspolitischer Sprecher der FDP, wurde grundsätzlicher. Erneut würden sich Unsicherheiten in Bezug auf die S-Bahnhof-Planung zeigen, so der Liberale auch mit Blick auf den möglichen Wiederaufbau des niedergebrannten „Maxx“-Komplexes in östlicher Nachbarschaft. „Ich habe das Gefühl, wir bauen uns zu, so Schumacher. Er wünsche sich daher von der Verwaltung eine Skizze, die den Platzbedarf für einen S-Bahnhalt am Famila-Zentrum aufzeigt.

Die SPD meldete ihrerseits Beratungsbedarf an, da Bonava die Wohnungsbaupläne erst während der Sitzung vorgestellt hatte. Die Entscheidung über eine B-Plan-Aufstellung wurde daher vertagt.

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