zur Navigation springen

5,8-Millionen-Startschuss an der Elbe : Wedel legt Bauprogramm für die Erschließung des Businessparks vor

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Stadt will die Infrastruktur aus aus Sanierungs-Mitgift finanzieren.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Das Mega-Projekt Businesspark Elbufer: Nachdem auf den Planer-PCs bereits die ersten Gebäude in dem 18 Hektar großen Gewerbegebiet an der Grenze zu Hamburg wachsen, hat auch die Stadt selbst die konkreten Planungen für die Infrastruktur angeschoben. Im kommenden Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss liegt das Bauprogramm für die Erschließung der Flächen auf den Tischen der Fraktionen. 5,8 Millionen Euro soll der Startschuss für die Besiedelung des Areals kosten.

2,85 Millionen Euro veranschlagt die Verwaltung für den eigentlichen Straßenbau inklusive Grünflächenanlage und Beleuchtung. Mit weiteren 2,45 Millionen Euro wird die begleitende Entwässerung beziffert. Dazu kommt eine halbe Million Euro, die für Ingenieur- und sonstige Nebenleistungen kalkuliert werden. Zudem werden die Stadtwerke Wedel aus eigenem Etat in Fernwärme, Wasser-, Strom- und Kommunikationsleitungen rund 1,6 Millionen Euro investieren.

Fast sechs Millionen Euro Invest-Kosten für die Stadt – wie passt das zum Steuerkrisen-geschüttelten Haushalt? Gut, wenn die Rechnung der Verwaltung aufgeht. Erklärtes Ziel der Stadt war es stets, das ehemalige Raffinerie-Areal zu sanieren und zu erschließen ohne einen Euro städtischer Gelder in die Hand zu nehmen. Und laut Jörg Amelung, Fachbereichsleiter Innerer Service und Projektleiter für den Businesspark, geht Wedel davon aus, dass sich dieser Plan auch tatsächlich realisieren lässt. Wie berichtet ist die Rolandstadt in die Sanierung eingestiegen, hat Exxon-Mobil als Vorbesitzer von sämtlichen Verpflichtungen und möglichen Haftungen freigesprochen und dafür ein Budget zur Fertigstellung der Sanierung zur Verfügung gestellt bekommen. Nach Tagelatt-Informationen sind dies rund 26 Millionen Euro.

Neue Kreuzung am Tinsdaler Weg

Die Straße selbst ist in Form einer angedeutete Acht als so genannter Loop geplant. Mittels Bürgerbeteiligung hat sie den Namen „Elbring“ erhalten. Von 23,50 Meter inklusive Parkstreifen und Nebenflächen verkleinert sich die Straßenfläche im Süden auf 15 Meter. Auf Fahrzeug-Stellflächen soll im Süden verzichtet werden, dafür sehen die Planer einen mit sechs Meter großzügig dimensionierten Gehwegbereich. Laut Amelung soll eine Art Balkon zur Elbe der besonderen Lage gerecht werden und der Idee, die Wasserseite erlebbar zu machen, entgegen kommen.

Um einen Anschluss an Wedels vorhandenes Straßennetz zu schaffen, soll der Abzweiger Tinsdaler Weg / Industriestraße vom drei- zu einem vierarmigen mehrspurigen Knotenpunkt inklusive Ampelanlage ausgebaut werden. Zu- und Abfahrt erfolgen dann westlich des Grundstücks über das benachbarte Kraftwerks-Areal. Die nötigen Flächen hat Wedel laut Amelung bereits von Vattenfall erworben. 200 Meter weiter Richtung Hamburg wird der Tinsdaler Weg ebenfalls als Zu- und Abfahrt für den „Elbring“ geöffnet.

Komplett für den motorisierten Verkehr schließen und zum Wanderweg umgestalten wollen die Planer dagegen den Grenzweg an der östlichen Grundstücksbegrenzung. Das wiederum macht eine Stichstraße vom Loop zum Leuchtfeuerstieg notwendig, der bislang über den Grenzweg erschlossen wurde.

Bis Ende des laufenden Jahren hofft die Stadt auf Rechtskraft für den B-Plan 88 „Businesspark Elbufer“. Dann sollen auch die Bauaufträge für die Erschließungsstraße vergeben werden, so Amelung. Er rechnet mit einem Beginn im Frühjahr 2016 und einer Bauzeit von gut einem halben Jahr. Parallel will die Stadt zudem die Einmündung der Industriestraße in die B431 ertüchtigen, um dem zu erwartenden Mehrverkehr durch das Gewerbegebiet Rechnung zu tragen. Entsprechende Konzepte sollen im kommenden Planungsausschuss vorgestellt werden.

Der Bauausschuss tagt  am Donnerstag, 3. September, ab 18 Uhr im Rathaus. Die Planungsausschusssitzung beginnt am Dienstag, 1. September, ebenfalls um 18 Uhr im Rathaus.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen