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Ausstellung im Rathaus : „Wedel ist eine Künstlerstadt“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Von Farbholzschnitt über Acrylmalerei bis zur Stein-Skulptur: 26 Mitglieder des Kulturforums stellen im Rathaus ihre Werke aus.

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erstellt am 04.Sep.2015 | 16:30 Uhr

Wedel | Stadtpräsidentin Renate Palm (WSI) brachte es in ihrer Begrüßungsrede auf den Punkt: „Wedel ist nicht nur eine weltoffene Gemeinde, sondern auch eine Künstlerstadt.“ Das sei ihr beim Betrachten der annähernd 50 Bilder und Skulpturen und deren Vielfalt und Qualität deutlich geworden. Im Namen der Stadt dankte sie dem Kulturforum, das bis zum 30. September Werke von 26 seiner Mitglieder im Rathaus zeigt, für dessen Engagement seit nunmehr 40 Jahren.

Das Kulturforum Wedel wurde am 2. Dezember 1975 von 80 kulturell Interessierten gegründet, um die Kultur in Wedel zu fördern. Gemäß seinem Motto: „Kultur erhalten, lebendig gestalten und erfahrbar machen“ organisiert der Verein Lesungen, Ausstellungen und Konzerte und bereichert damit das Leben der Stadt. Inzwischen ist die Mitgliederzahl auf 220 angewachsen, mehr als 50 davon sind künstlerisch aktiv. Insgesamt 27 bildende Künstler, von denen viele an der Eröffnungsfeier teilnahmen, präsentieren derzeit ihre Werke im Wedeler Rathaus.

Und das Interesse am Forum ist ungebrochen. So begrüßte die Vorsitzende Monika Dohmen im Rahmen der Eröffnung erfreut Jan Siegert als neues Mitglied. Von dem gebürtigen Wedeler sind zwei, von afrikanischer Kunst inspirierte Serpentin-Stein-Skulpturen mit pflanzlichen Motiven zu sehen.
Unter den zahlreichen Exponaten befindet sich auch das kraftvolle, farbintensive Acrylbild „Landschaft“ von Erika Nolden, die vor 40 Jahren den Verein mitgegründet hat. In einem herrlichen Blau leuchtet das Pastellbild „Die Welle“ von Peter Schoettler.

Gisela Lübkes lebhaftes Acrylbild trägt den Titel „Flugberatung“. (Foto: Falkenberg)
Gisela Lübkes lebhaftes Acrylbild trägt den Titel „Flugberatung“. (Foto: Falkenberg)
 

Adelheid Johnkes Farbholzschnitt „Der rote Punkt – Einen neuen Weg finden“ wirkt hingegen archaisch und gleichzeitig brandaktuell. Denn man denkt dabei unwillkürlich an die Situation vieler Flüchtlinge, die verzweifelt Wege in eine neue Heimat suchen. Das Aquarell „Stiefmütterchen“ von Erika Wolgast wiederum ist ein zartes, beschauliches Stilleben.

Die umfangreiche Ausstellung gibt einen guten Einblick in die stilistische Bandbreite und Vielfältigkeit des künstlerischen Schaffens innerhalb des Vereins. Und auch musikalisches Engagement findet beim Verein Unterstützung. So hatte „Der kleine Chor“ aus Wedel unter der Leitung von Britta Johannsen während der Feier seinen ersten öffentlichen Auftritt und unterhielt die Gäste im fast voll besetzten Ratssaal mit lockeren A-capella-Stücken. Die Ausstellung des Kulturforums ist während der Öffnungszeiten des Wedeler Rathauses zu besichtigen. Weitere Informationen gibt es im Internet.

Die Ausstellung „Auf ein Neues“ ist im Rathaus Wedel bis 30. September zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Montag bis Mittwoch sowie Freitag von 8.30 Uhr bis 13 Uhr, Donnerstag 15 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon 04103-7070.
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