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Willkomm Höft : Wedel hat ein neues Schlick-Problem

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Erneut besteht Rissgefahr für den Ponton. Muss jetzt jedes Jahr gebaggert werden?

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2016 | 10:00 Uhr

Wedel | Der Kampf gegen die Verschlickung – für Wedels Häfen ist er existenzielle Notwendigkeit. Jetzt zeigt sich: Auch der Ponton hat ein nachhaltiges Schlick-Problem. Nur ein Jahr nach der ersten Notbaggerung muss der Willkomm-Höft-Anleger erneut freigelegt werden, damit er nicht bei Niedrigwasser beschädigt wird. Dann droht der Schwimmkörper aufzuliegen. Die ungleichmäßige Belastung kann dabei zu Rissen im Beton führen, so Wasserbau-Experten.

Bereits vor etwa einem Jahr musste der Ponton am Willkomm-Höft weggeschleppt werden, um die Wanne, die seinerzeit eigens für den Anleger ausgehoben wurde, erneut auszubaggern.

Bereits 2015 erklärte die Stadt: Das war so nicht geplant. Die Ingenieure seien bei dem 2011 in Betrieb genommenen Ponton davon ausgegangen, dass sich der Schwimmkörper durch die Strömung selbst freispült. Das habe sich nicht bestätigt.

Eine Ursache könnten die Stacks westlich und östlich vom Anleger sein, durch die der Ponton wie in einer strömungsarmen Bucht liegt. Die zuständige Wasser- und Schifffahrtsbehörde verlangt laut Wedels Bauamtschef Klaus Lieberknecht jedoch Gutachten, die das belegen. Bevor die  Stadt Geld dafür ausgibt, wolle man zunächst die Entwicklung weiter beobachten, so Lieberknecht.

Dass nun bereits nach einem Jahr wieder gebaggert werden muss, erklärt Lieberknecht mit widrigen Strömung in 2015, unter denen auch der Hafen Hamburg gelitten habe. Wie im Vorjahr wird der Anleger für die Aktion weggeschleppt. Geplantes Datum ist 14. oder 15. März. Zwei Tage dauerte die Aktion im vergangenen Jahr – und kostete die Stadt knapp 20.000 Euro.

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