Schule : Wedel feiert mit einer Schlüsselübergabe die neuen Klassenräume für die GHS

Regina Flesken bekam stellvertretend für alle Mitarbeiter des Gebäudemanagements Blumen von Schulleiter Andreas Herwig-Soroka (Zweiter von links) überreicht. Bürgermeister Niels Schmidt (links) und Architekt Gernot Guzielski freute es.
Regina Flesken bekam stellvertretend für alle Mitarbeiter des Gebäudemanagements Blumen von Schulleiter Andreas Herwig-Soroka (Zweiter von links) überreicht. Bürgermeister Niels Schmidt (links) und Architekt Gernot Guzielski freute es.

Trotz der neuen Zimmer besteht weiter Bedarf an der Gebrüder-Humboldt-Schule. Die Container auf dem Schulhof bleiben.

shz.de von
25. Mai 2018, 12:30 Uhr

Wedel | Erste Beschlüsse für eine Erweiterung der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) fasste die Politik vor gut zwei Jahren. In den vergangenen Sommerferien begann die konkrete Bauphase. Und am Donnerstag schließlich wurde Einweihung gefeiert. In festlichem Rahmen und musikalisch unterstützt von Schülern der GHS konnte Schulleiter Andreas Herwig-Soroka den Schlüssel für drei neue Klassenräume aus den Händen von Bürgermeister Niels Schmidt entgegennehmen. Der hatte ihn vorher, soviel Zeit muss sein und so schreibt es zudem das Protokoll vor, aus den Händen von Architekt Gernot Guzielski überantwortet bekommen.

Eine „angenehme Baustelle“

Guzielski hatte in seiner kurzen Rede viel Lob zu verteilen. Es sei eine angenehme Baustelle gewesen, resümierte er. Schüler und Lehrer hätten den Lärm und den Staub, die bei solch einem Projekt zwangsläufig anfallen, mit großer Gelassenheit ertragen. „Das ist überhaupt nicht selbstverständlich“, bedankte er sich. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, den Handwerkern und Planern verlief sehr gut. Auf Probleme hätten alle Beteiligten flexibel reagiert.

Bürgermeister Schmidt freute sich, dass der Anbau, der sich an das Hauptgebäude der Schule anschließt, „einigermaßen termintreu und im Kostenrahmen“ geblieben sei. „Im Bestand zu bauen ist immer schwieriger“, erläuterte er in Anspielung auf Unvorhersehbares, das schnell auftauchen kann. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten wird die Stadt alle Schulen unterstützen, versprach der Verwaltungschef und gab zu: „Es gibt schon viele Wünsche.“

„Wir sind größer geworden“, erklärte der Schulleiter den Bedarf an zusätzlichen Räumen. Der 10. Jahrgang sei mittlerweile stets vierzügig besetzt, die Oberstufe laufe durchgängig dreizügig. Hinzu komme der Raumbedarf der DaZ-Klasse. Die gestiegene Anzahl an Schülern benötigt nicht nur neue Klassenzimmer, auch Fach- und Gruppenräume fehlen. Zurzeit lebt die GHS in sehr beengten Verhältnissen. Ein PC-Raum und Gruppenräume wurden bereits umfunktioniert. Zwischen Mensa und Hauptgebäude stehen zwei Container. „Ich bin froh, dass wir uns jetzt wieder ein bisschen weiter ausdehnen können. Das hilft“, sagte Herwig-Soroka dankbar.

Fürs Whiteboard reichte der Etat nicht

Zwischendurch konnten die Gäste die neuen Klassenräume inspizieren. Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie von befreundeten Schulen waren zur Schlüsselübergabe gekommen. 30 Mädchen und Jungen finden pro Klassenzimmer Platz. Ansonsten ist die Ausstattung recht karg. An der Wand hängt, wie früher, eine grüne Tafel. Fürs Whiteboard reichte der Etat nicht. Ein Beamer sowie ein Visualisierungsgerät pro Klassenraum, die beide den Umgang mit digitalen Medien ermöglichen, sollen noch kommen, erklärte Schulleiter Herwig-Soroka auf Nachfrage.

Auch wenn die Freude über die drei neuen Klassenzimmer gestern groß war: Die GHS hat weiteren Raumbedarf. Die Container müssen erst einmal auf dem Schulhof stehen bleiben. Geplant sei in einem zweiten Bauabschnitt den so genannten Mühlenwegflügel abzureißen und dort ein dreistöckiges Gebäude zu errichten, das Platz für vier zusätzliche Räume bietet, erläuterte der Schulleiter.

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