Hitze beschert Dieben leichte Beute : Wedel: Einbrecher nutzen Wärme für Beutezüge

Das Bedürfnis nach Frischluft ist am tropenwarmen Wochenende gleich mehreren Wedelern zum Verhängnis geworden.
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Das Bedürfnis nach Frischluft ist am tropenwarmen Wochenende gleich mehreren Wedelern zum Verhängnis geworden.

Die Einbrecher nutzen offene Fenster und Türen. Die Polizei warnt vor Leichtsinn.

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07. Juli 2015, 12:15 Uhr

Wedel | Gleich dreimal haben Einbrecher am Wochenende in Wedel zugeschlagen. In allen Fällen nutzten sie zum Lüften geöffnete Türen und Fenster, um in Wohnungen und Häuser zu gelangen – trotz Anwesenheit der Bewohner. Die Unbekannten haben in der Rudolf-Breitscheid-Straße, im Breiten Weg und im Egenbüttelweg zugeschlagen. Die Polizei mahnt zur Vorsicht.

Das Bedürfnis nach Frischluft ist am tropenwarmen Wochenende gleich mehreren Wedelern zum Verhängnis geworden. Gleich in drei Fällen hatten Einbrecher leichtes Spiel, weil geöffnete Türen und Fenster ihnen ungehinderten Zugang zu Wohnungen und Häusern gewährten.

Am Sonnabend hatten die Bewohner eines Hauses am Breiten Weg die Terrassentür offen gelassen. Eine Einladung für einen oder mehrere Diebe, die sich in die Wohnung schlichen und Geld stahlen. Laut Polizei müssen der oder die Diebe die Bewohner sogar gesehen haben – abschrecken ließen sie sich dadurch nicht. Die Tat ereignete sich zwischen 20.30 und 23 Uhr.

Ein paar Straßen weiter, im Egenbüttelweg, nutzte ein Einbrecher zwischen 19 und 21 Uhr ein offenes Fenster, um ins Haus zu gelangen. Seine Beute: Schmuck. Auch in diesem Fall waren die Bewohner anwesend, bemerkten den Täter jedoch nicht.

Frau sieht Täter davonlaufen

Bereits am Freitagabend war gegen 21 Uhr ein Dieb durch die offene Tür in den Waschkeller eines Hauses in der Rudolf-Breitscheid-Straße gelangt, als die Bewohnerin kurz die Wäsche aufhängte. Die Zeit reichte, um die Handtasche der Frau auszuräumen. Die Frau sah den Täter noch davonlaufen. Laut Polizei solle er etwa 30 Jahre alt sein, kurzes braunes Haar haben und russisch oder polnisch sprechen. Zur Tatzeit soll er eine kurze beigefarbene Stoffhose und ein weißes Muskel-Shirt getragen haben.

Glück dagegen für eine Hausbewohnerin aus Pinneberg: Dort wunderte sich ein Postzusteller am Montagmorgen über eine offen stehende Haustür. Wie sich herausstellte, wollte die Frau am Sonntagabend lüften, hatte sich dann jedoch schlafen gelegt und vergessen, die Tür wieder zu schließen.

Die Polizei hat die Fälle und den Sommerbeginn zum Anlass genommen, noch einmal eindringlich zur Vorsicht zu mahnen bei den Versuchen, die Hitze des Tages durch Lüften loszuwerden. Die aktuellen Einbrüche würden zeigen, dass sich Täter auch von der Anwesenheit von Bewohnern nicht abschrecken ließen bei ihren Beutezügen.

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